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 SV Waldhof II

 Aktuelles Ergebnis:

<02.03.08>

LL - 20. Spieltag

FV Brühl - SVW II
1:3

>> Statistik
 
 



 

  November 2005

>> News vom 29.11.2005

SV Waldhof zum Erfolg verdammt...

Vor allen Dingen eines hat die gestrige Jahreshauptversammlung der Blau-Schwarzen wieder einmal aufgezeigt: Der SV Waldhof ist zum (kurzfristigen) sportlichen Erfolg verdammt, wenn der Verein auch in den kommenden Jahren wirtschaftlich einigermaßen überleben und den bezahlten Fussball beibehalten will.

Das der Abstieg in die Oberliga seit nun über zwei Jahren für den Klub nicht nur sportlich, sondern vor allen Dingen auch finanziell eine nicht unerhebliche Bürde darstellt, zeigte sich erneut an den vorgetragenen wirtschaftlichen Daten.

So konnte zwar der operative Verlust aus der Saison 2003/2004 (628.000 Euro) auf 541.000 Euro aus der abgelaufenen Saison reduziert werden, doch zur Beruhigung geben diese Zahlen mit Sicherheit keinen Anlass.

Laut dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Wolfgang Bielmeier, muss gar der kurzfristige sportliche Erfolg her, "da sonst die wirtschaftliche Basis für die Fortführung des Vereins nach den bisherigen Prinzipien nicht mehr möglich ist". Im Klartext: Sollte die Blau-Schwarzen mit den derzeitigen finanziellen Mitteln kurzfristig nicht den Aufstieg in die Regionalliga schaffen, ist langfristig an mehr als Oberligafußball ohne Profibedingungen beim SV Waldhof nicht zu denken.

Präsident Hans Joachim Bremme, der ebenso wie seine restlichen Vorstandskollegen und der Aufsichtsrat einstimmig entlastet wurde, gab immerhin bekannt, dass Hauptsponsor MVV Energie AG den Verein auch weiterhin in vollem Umfang unterstützen wird.

  ++ Gaudino: "Durststrecke überstehen"

Obwohl die Blau-Schwarzen beim samstäglichen Debakel gegen Reutlingen erneut einen sportlichen Offenbarungseid leisteten und die Fans erstmals lautstark ihren Unmut über die Leistungen des Team inklusive Trainer äußerten, wird es einen sofortigen Wechsel auf der Position des Cheftrainers, sprich eine Trennung von Slavko Petrovic, wohl nicht geben.

"Man muss auch mal versuchen, eine Durststrecke zu überstehen", so Sportdirektor Maurizio Gaudino, der ebenso wie Präsident Hans Joachim Bremme auf die nahende Winterpause verweist, in der man eine sportliche Bilanz erstellen und die bisherigen Leistungen analysieren will, um eventuell dann personelle Konsequenzen zu ziehen.

Immerhin: Einen Ansatz für die wenig erbaulichen Leistungen der Oelkuch & Co. in den letzten Wochen glaubt Gaudino gefunden zu haben, sieht er doch die Probleme auch "im mentalen Bereich. Wir als Verantwortliche müssen uns den Vorwurf machen, dass wir das nicht aus den Köpfen (der Spieler) bekommen", so Gaudino.

  ++ Stegili kein Co-Trainer mehr ++ Kommt Hein?

Markus Stegili (Foto), der erst seit Saisonbeginn bei den Blau-Schwarzen als Co-Trainer tätig war und der SV Waldhof haben sich getrennt. "Wegen der beruflichen Verpflichtungen von Herrn Stegili", so die offizielle Begründung von Präsident Hans Joachim Bremme.

Als möglicher Nachfolger ist nun der Ex-Waldhöfer Hans Hein (siehe auch News vom 14.11.) im Gespräch. Hein, dessen Name bereits seit einigen Wochen immer wieder mit dem SV Waldhof in Verbindung gebracht wird, soll wohl im Falle einer Verpflichtung auch als Coach der Landesliga-Reserve fungieren und würde dann den derzeitigen Übungsleiter Andreas Kreuzer ablösen.

Im Reich der Spekulationen liegt allerdings die Frage, ob Hein bei einer eventuellen Demission von Slavko Petrovic auch als Chefcoach der Oberliga-Elf in Betracht käme.

>> News vom 26.11.2005

  ++ Jetzt wird´s peinlich: 0:4-Niederlage gegen Reutlingen!
  ++ Erstmals "Petrovic-raus!-Rufe" im C-B-S ++ Platzverweis für Leitz

Wie heißt es so schön: Jeder blamiert sich so gut wie er kann! Weniger schön ist jedoch, dass man diesen Spruch in der laufenden Saison bezüglich der "Leistungen" der Kicker in Blau-Schwarz leider allzu oft bemühen muss.

So auch nach dem heutigen Heimspiel gegen den SSV Reutlingen, dass die Elf von Slavko Petrovic vor gerade mal noch 1.600 Zuschauern (davon ca. 300 aus Reutlingen) mit 0:4 verlor und einmal mehr eindrucksvoll nachwies, dass sie in dieser Saison allenfalls die Karikatur eines Spitzenteams in der Oberliga ist.

Dabei hatte nach den ersten 45 Minuten eigentlich noch rein gar nichts nach einer Niederlage in dieser Höhe ausgesehen. In einer über weite Strecken von beiden Seiten spielerisch äußerst armselig geführten und von etlichen Fehlpässen geprägten Halbzeit waren es nämlich überraschenderweise die Blau-Schwarzen gewesen, welche, teilweise bedingt durch haarsträubende Abwehrfehler der Gäste, die besseren Gelegenheiten besaßen.

So ging in der 10. Spielminute ein Schuss des wieder einmal unermüdlich kämpfende Marcel Rath nur knapp neben des Gehäuse des Ex-Waldhöfers Marco Langner und auch Ken Asaeda (40. / aus 11 Metern über das Tor) sowie kurz vor dem Seitenwechsel Georgi Donkov und Michael Oelkuch hatten durchaus die Möglichkeiten, des SV Waldhof in Führung zu bringen.

Was sich jedoch dann im zweiten Spielabschnitt abspielte, war von Seiten der Blau-Schwarzen an Peinlichkeiten nicht zu überbieten und hatte bei einigen Akteuren schon fast den Anschein von Arbeitsverweigerung.

Der Reihe nach: Nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff hatte Marcel Rath erneut die große Chance, den SV Waldhof in Führung zu bringen, doch scheiterte er aus spitzem Winkel am Reutlinger Keeper. In der 50. Spielminute verliert Ken Asaeda völlig unnötig den Ball in der Nähe des eigenen Strafraumes, die Kugel kommt in den 16-er zum Ex-Waldhöfer Oliver Otto und dieser hat keine Mühe sich gegen den hüftsteifen Sascha Leitz und Dirk Schuster durchzusetzen und aus kurzer Distanz zur Gästeführung einzuschießen.

Nur fünf Minuten später dann übertraf sich der erwähnte Leitz selbst und gab den Zuschauern eine weitere Kostprobe seines Könnens, indem er nach einer flachen Hereingabe im 5-Meter-Raum(!) über den Ball trat und somit den Reutlinger Torjäger Haas in Ballbesitz brachte, welcher problemlos zum 0:2 vollstreckte.

Aber damit war die "Leitz-Show" noch keinesfalls beendet, denn wiederum nur zehn Minuten später ließ er es sich nicht nehmen, einen Reutlinger Akteur im Strafraum umzureißen, was ihm nicht nur die gelb-rote Karte einbrachte (immerhin wurden die Zuschauer so von ihm "erlöst"), sondern den Gästen auch einen Strafstoß bescherte, welchen Oliver Otto zu seinem zweiten Tor an diesem Tag verwandelte.

Und da auch der mittlerweile leider für seine ständigen Patzer bekannte Marius Todericiu in dieser "Revue der Peinlichkeiten" an diesem Tag nicht zurückstehen wollte, langte er in der 78. Minute bei einem Eckball der Gäste mal wieder so richtig daneben und ermöglichte so dem Reutlinger Aybar das 4:0. Soviel zum Thema "ständiger Torwartwechsel", Herr Petrovic!

Ach ja: Wer weitere Torchancen der Blau-Schwarzen vermisst, dem sei gesagt, dass es schlichtweg keine mehr gab, da sich das "Team" (wenn man dieses leblose Elf-Mann-Gebilde denn so nennen kann) spätestens nach dem 0:2 aufgab und von Glück reden konnte, dass die Gäste es bei vier Treffern beließen und einige weitere gute Chancen zu einem durchaus möglichen 0:5 oder 0:6 lässig vergaben.

Fazit:

Man muss schon ein wenig die Statistik bemühen, um herauszufinden, wann die Blau-Schwarzen zuletzt eine Heimniederlage in ähnlicher Höhe zuletzt kassiert haben. Es war, wie könnte es auch anders sein, in der "Zweitliga-Abstiegssaison" 2002-2003 und hier im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 am 07.02.2003 (Endstand 1:5).

Die Parallelen zu damals sind, zumindest in einem Punkt, nicht zu übersehen: Auch in der laufenden Saison stehen beim SVW einfach viel zu oft elf Akteure in Blau-Schwarz auf dem Feld, die zwar alles Mögliche sein mögen, aber eines nicht: eine Mannschaft, in der jeder für den anderen kämpft und die auch nur ansatzweise irgendein System erkennen lässt.

Eigentlich bleiben den Verantwortlichen des SV Waldhof nach dem heutigen Auftritt des ursprünglich mit so großen Hoffnungen in die Saison gestarteten "Teams" eigentlich nur zwei Möglichkeiten:

Entweder man verschließt auch weiterhin (bewusst oder unbewusst) die Augen vor den immer häufiger werdenden sportlichen Bankrotterklärungen der Mannschaft in dieser Saison und hält, frei nach dem Motto "Augen zu und durch", krampfhaft an Slavko Petrovic als Übungsleiter fest und beauftragt diesen in der Winterpause sogar mit den Planungen für die kommende Saison.

Oder man zieht endlich die Konsequenzen aus der elfmonatigen "Ära Petrovic" und installiert schnellstmöglich einen neuen Cheftrainer, damit dieser in der Winterpause Zeit hat, den Kader "auszumisten" und eine Mannschaft zusammenzustellen, die es nach langer Zeit endlich wieder einmal fertigbringt, die Zuschauer ins Carl-Benz-Stadion zu holen, anstatt dieselbigen hieraus zu vergraulen.

Egal wie´s letztendlich kommt: Auf die Zuschauerzahl im nächsten Heimspiel gegen den FV Lauda darf man jetzt schon gespannt sein.

Übrigens: der absolute Minusrekord in einem Heimauftritt datiert vom 01.12.1979. Zur Partie gegen den ESV Ingolstadt verloren sich nur 750 Zuschauer im Stadion am Alsenweg. Zweimaliger Torschütze beim damaligen 2:1 war übrigens Hans Hein...

>> Statistik

>> News vom 22.11.2005

  ++ BFV-Pokal: 1:4-Niederlage nach Verlängerung in Sandhausen!

Der Traum von der Teilnahme am DFB-Pokal ist für die Blau-Schwarzen erneut ausgeträumt. Mit 1:4 nach Verlängerung unterlag der SV Waldhof in der heutigen Achtelfinalbegegnung beim Ligarivalen SV Sandhausen und kann sich fortan gänzlich darauf konzentrieren, die noch verbleibenden Begegnungen in der Oberliga einigermaßen passabel über die Bühne zu bringen.

Auf bis zu 3.000 Zuschauer hatten die Verantwortlichen in Sandhausen vor der Begegnung spekuliert. Geworden sind es letztendlich gerade mal 1.400 und die sahen bereits nach gespielten 14 Minuten die Führung für die Gastgeber durch Heiko Throm. In der Folgezeit kamen die Blau-Schwarzen besser in die Begegnung und zum Ausgleich durch Michael Oelkuch, der in der 30. Minute mit einem Schuss aus 20 Metern erfolgreich war.

Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern zunächst eine ausgeglichene Partie ohne nennenswerte Torchancen. Die wohl größte Gelegenheit für den SVW hatte dann erneut Michael Oelkuch, der jedoch in der 84. Minute mit einem Lupfer nur die Latte des Sandhausener Tores traf.

So ging es in die Verlängerung, in welcher die Gastgeber nach acht Minuten durch einen 25-Meter-Schuss von Müller in Führung gingen und diese nur 5 Minuten später durch Gorka ausbauen konnten. Die Blau-Schwarzen warfen in der Folgezeit zwar noch einmal alles nach vorne, doch zählbares sprang hierbei leider nicht mehr heraus. Im Gegenteil: In der 114. Minute sorgte der erst wenige Sekunden zuvor eingewechselte Ex-Waldhöfer Sven Bopp mit einem Kopfball für den 4:1-Endstand.

>> Statistik

>> News vom 19.11.2005

  ++ Auswärtserfolg in Freiberg

Nach zuletzt drei Partien ohne Sieg konnten die Blau-Schwarzen ausgerechnet in Freiberg, wo man in den letzten beiden Jahren stets als Verlierer den Platz verlassen hatte, endlich wieder einmal drei Punkte einfahren.

Vor gerade einmal 450 Zuschauern im Wasenstadion ging die Petrovic-Elf in der 37. Minute durch den ersten Saisontreffer von Ken Asaeda, einem Distanzschuss aus ca. 20 Metern, mit 1:0 in Führung. Diese hielt jedoch nur bis zur 50. Spielminute, in der die Gastgeber durch Predrag Sarajlic zum Ausgleich kamen.

Die weiteren Treffer zum letztendlichen 3:1-Erfolg der Blau-Schwarzen erzielten Marcel Rath (64.) sowie der eingewechselte Cesar M'Boma in der Nachspielzeit (91.).

>> Statistik

>> News vom 14.11.2005

  ++ Das Personalkarussell beginnt sich zu drehen
  ++ Kommt Ollhoff? ++ Welche Spieler gehen? ++ Hein zum SV Waldhof?

Da der ursprünglich anvisierte Aufstieg in die Regionalliga angesichts des immensen Rückstandes in der Tabelle wohl in dieser Saison kein Thema mehr werden dürfte, haben die Verantwortlichen des SV Waldhof gezwungenermaßen bereits vorzeitig mit den Planungen für eine weitere Saison in der Viertklassigkeit begonnen.

Bereits in der Winterpause sollen Sportdirektor Maurizio Gaudino und Coach Slavko Petrovic daher damit beginnen, ein Team zusammenzustellen, dass sich in den verbleibenden Partien einspielen und in der kommenden Spielzeit endlich den Aufstieg bewerkstelligen soll.

Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass es hierbei im aktuellen Kader wohl ein munteres Stühlerücken geben wird.

So stehen die Blau-Schwarzen wohl kurz vor der Verpflichtung eines Innenverteidigers sowie eines defensiven Mittelfeldspielers (Namen sind derzeit noch nicht bekannt). Desweiteren soll der Ex-Hoffenheimer Thomas Ollhoff (Foto oben), der bereits vor einigen Wochen ein Thema war, sein Kommen für den Fall zugesagt haben, dass er in der Winterpause keinen Verein in der zweiten Bundesliga findet.

Auch auf der Seite der Abgänge wird sich jedoch in den kommenden spielfreien Wochen einiges tun. So sollen wohl die (teilweise längerfristigen) Verträge von mehreren Akteuren (im Gespräch: Oelkuch, Paeslack, Walter, M'Boma, Wise) nach Möglichkeit aufgelöst werden. Gilles Ekoto-Ekoto sowie Victor Oppong, die beide wegen diverser Verletzungen bereits seit Monaten ausfallen, scheint nun sogar die Sportinvalidität zu drohen.

Das Personalkarussell beginnt sich also zu drehen und selbst eine Weiterverpflichtung von Slavko Petrovic (Vertrag bis 2006, der sich nur bei Aufstieg automatisch verlängert) über die laufende Saison hinaus scheint derzeit nicht mehr so sicher zu sein, wie noch vor einigen Wochen.

Zwar stellt sich Gaudino auch weiterhin vehement vor den Übungsleiter, jedoch hat es Gespräche bezüglich einer Verlängerung des Kontraktes bisher nicht gegeben. Diese Tatsache in Verbindung mit der derzeitigen sportlichen Misere schafft natürlich Raum für allerlei Gerüchte und Spekulationen und so verwundert es nicht, dass derzeit rund um den Alsenweg unter anderem der Name "Hans Hein" (Foto unten) kursiert. Der ehemalige Spieler der Blau-Schwarzen stand zuletzt (bis August 2004) beim damaligen hessischen Oberligisten Eintracht Wald-Michelbach als Trainer unter Vertrag und hatte im Sommer 2003 eigentlich Maurizio Gaudino zu einem Comeback bei den Hessen überredet, ehe es sich Gaudino doch noch anders überlegte und zum SV Waldhof zurückkehrte.

Zumindest was die Personalplanungen betrifft, versprechen also die kommenden Wochen etwas Spannung in Sachen SV Waldhof. Es darf wieder einmal kräftig spekuliert werden...

>> News vom 12.11.2005

  ++ Glückliches Unentschieden gegen Ulm
  ++ Rath-Treffer rettet einen Punkt ++ Leistung des SVW nähert sich der Schmerzgrenze

Das Positive vorneweg: Durch ein 1:1-Unentschieden gegen den SSV Ulm haben die Blau-Schwarzen den Negativtrend der letzten Partien zumindest punktemäßig gestoppt. Der negative Aspekt: Der Punktgewinn war im Endeffekt mehr als glücklich und die Leistungen der Petrovic-Elf nähern sich langsam aber sicher der Schmerzgrenze.

Gerade einmal 1.750 zahlende Zuschauer hatten sich bei schönem Herbstwetter noch ins Carl-Benz-Stadion verirrt und zieht man hiervon die schätzungsweise 300 mitgereisten Ulmer Fans ab, dann wird offenkundig, auf welche Zuschauerzahlen sich der SV Waldhof in den Heimspielen bis zum Saisonende (und vor allen Dingen bis zur Winterpause) wohl einstellen muss.

Zum Spiel: Für den wiedergenesenen Sascha Leitz, der wieder seinen Platz in der Innenverteidigung neben Dirk Schuster einnahm, durfte der in den letzten Wochen wenig überzeugende Evans Wise auf der Ersatzbank Platz nehmen, ansonsten blieb die Mannschaft im Vergleich zu den letzten Spielen unverändert. Die in dieser Saison in Auswärtsspielen noch ungeschlagenen Gäste aus Ulm mussten unbedingt gewinnen, wollten sie den Anschluss an die Tabellenspitze nicht verlieren und so trat das Team von Trainer Marcus Sorg (ehemals beim VfR Mannheim aktiv) denn auch von Beginn an offensiv auf und kam in der Anfangsphase zu einigen gefährlichen Aktionen im Strafraum der Blau-Schwarzen.

Der SV Waldhof zeigte sich zwar bemüht, auch seinerseits ein einigermaßen konstruktives Offensivspiel aufzuziehen, jedoch zeigten sich leider die gleichen Schwächen wie bereits in den letzten Partien: Vorne in der Sturmspitze agieren mit dem aufopferungsvoll kämpfenden Marcel Rath und Georgi Donkov  zwei bedauernswerte "Einzelkämpfer", die jedoch vom zentralen Mittelfeld (Oelkuch) und vor allen Dingen den Außenbahnen (Waldecker, M'Boma, später Wise) überwiegend keine verwertbaren Zuspiele erhalten, was auch damit zusammenhängen mag, dass diverse Akteure derzeit offenbar nicht einmal in der Lage sind, ihre Position auf dem Spielfeld auch nur annährend zu halten! Um es vorwegzunehmen: Der Chancenzähler des SVW im ersten Durchgang blieb bei "Null" stehen! Besser machten es da die Gäste, die immer wieder mit eigentlich simplen Spielzügen über wenige Stationen die wenig souveräne Defensive der Blau-Schwarzen aushebelten und bereits in der 23. Minute zur verdienten Führung kamen: Nach einem langen Pass in Richtung SVW-Gehäuse stürmt Michael Rechner aus seinem Kasten, rutscht in Richtung Ball und "klärt" völlig sinnlos ca. einen Meter vor dem Strafraum mit der Hand. Dass sich Rechner nicht in die lange Liste der blau-schwarzen Rotsünder in dieser Spielzeit einreihen musste, hatte er Schiedsrichter Mutter zu verdanken der ihm nur den gelben Karton vor die Nase hielt und natürlich auf Freistoß für Ulm entschied, welchen Mayer per Gewaltschuss verwandelte. Das hierbei die von Rechner gestellte "Mauer", gelinde gesagt, nicht gerade glücklich positioniert war, sei nur nebenbei erwähnt.

In Spielminute 33 hatte dann Slavko Petrovic endlich Erbarmen und erlöste die anwesenden Zuschauer von den Darbietungen des an diesem Tag grottenschlechten Cesar M'Boma, der es bis dahin fertig brachte, so gut wie jeden Zweikampf zu verlieren und, wenn er denn mal die Kugel hatte, einen Fehlpass nach dem anderen zu produzieren. Für ihn kam Evans Wise in die Partie, der es jedoch, um es vorwegzunehmen, nicht viel besser machte und auch nicht verhindern konnte, dass die Gäste aus Ulm bis zum Seitenwechsel ihre Führung durchaus hätten erhöhen können.

Auch die ersten Minuten des zweiten Spielabschnittes zeigten zunächst das gleiche Bild: Der SSV Ulm war weiterhin gefährlich dem 0:2 nahe und die Blau-Schwarzen warteten immer noch auf ihre erste erwähnenswerte Torchance. Dies sollte sich ab der 57. Minute ändern, denn da hielt es der bereits verwarnte Ulmer Torschütze Mayer für nötig, die schnelle Ausführung eines Freistoßes zu behindern und durfte folgerichtig mit der gelb-roten Karte den Platz verlassen.

Dies schien so etwas wie die Initialzündung für die Blau-Schwarzen gewesen zu sein, denn nur drei Minuten später folgte gegen nun abrupt nachlassende Ulmer die erste gute Gelegenheit durch Marcel Rath, der sich in seiner gewohnt kämpferischen Art durch zwei Gegenspieler durchtankte und anschließend nur knapp verzog. Nur kurz darauf war erneut Rath innerhalb weniger Minuten zweimal im Mittelpunkt des Geschehens: Zuerst befördert er völlig sinnlos einen Kopfball von Georgi Donkov, der wohl sicher über die Linie gegangen wäre, per Kopf aus kürzester Distanz (und in Abseitsposition) ins Ulmer Gehäuse, worauf das Tor wegen Abseits vom Schiedsrichter aberkannt wurde und in der 65. Minute hämmert er ein schönes Zuspiel von Waldecker aus ca. 11 Metern zum glücklichen Ausgleich in die Maschen.

Wer nun gedacht hatte, der SVW würde es wenigstens in den verbleibenden 25 Minuten und gegen zehn Gegenspieler fertig bringen, zumindest ansatzweise den Druck aufrechtzuerhalten und zu weiteren Torchancen kommen, der sah sich leider getäuscht, denn nur kurz darauf war sie wieder vorbei, die Waldhöfer "Zeit des Erwachens"! Die Gründe hierfür: Siehe erste Halbzeit! Sicher kann man einigen Akteuren, wie z.B. dem nimmermüden Marcel Rath oder Ken Asaeda, nicht absprechen, dass sie, wie heute, kämpferisch alles geben und den unbedingten Willen zum Erfolg zeigen. Leider jedoch sind solche Spieler in den Reihen der Blau-Schwarzen in dieser Saison einfach viel zu rar gesät, dies hat nicht nur die heutige Begegnung eindrucksvoll bewiesen.

In den verbleibenden Minuten bis zum Abpfiff und insbesondere in der letzten Viertelstunde waren es dann die dezimierten(!) Gäste die gleich zu mehreren zu guten Chancen und etlichen Eckbällen kamen, so strich z.B. in der 75. Minute ein Schuss aus ca. 16 Metern nur knapp über das Gehäuse des SVW und kurz darauf scheiterte ein Ulmer Akteur freistehend aus 7 Metern nur knapp. Sein Schuss konnte von Sascha Leitz gerade noch abgefälscht werden und ging nur haarscharf über die Latte.

Fazit:

"Schuld sind nur die Verletzten". Waldhof-Coach Slavko Petrovic wird nicht müde, nahezu Woche für Woche die immer erbärmlicher werdenden Vorstellungen der Blau-Schwarzen unter seiner Regie mit den wegen diverser Blessuren fehlenden Akteure zu entschuldigen. Doch da macht es sich der Serbe viel zu einfach!

Zugegeben: mit Daniel Bogdanovic, Alessandro da Silva und Thomas Reis fallen derzeit drei Spieler aus, die eigentlich als Stammkräfte eingeplant waren. Hält man sich jedoch einmal die Aufstellung im heutigen Heimspiel gegen Ulm vor Augen, so wird man erkennen, dass da defacto immer noch eine Mannschaft auf dem Platz steht, die eigentlich höheren Ansprüchen in der Oberliga genügen sollte.

Warum es jedoch Petrovic seit seinem Amtsantritt im Januar diesen Jahres einfach nicht schafft, seinem Team ein taktisches Konzept zu verpassen und die Mannschaft zudem während des Spiels jegliches System vermissen lässt, ist nicht mehr nachzuvollziehen! Ebenso unerklärlich ist es, dass manche eigentlich gestandenen Fußballer augenscheinlich derzeit nicht einmal dazu in der Lage sind, in 90 Minuten auch nur annähernd ihre Position auf dem Spielfeld zu halten, so dass man sich als Zuschauer wie der Beobachter einer Partie von Freizeitkickern auf irgendeinem Bolzplatz in der Umgebung vorkommen könnte.

Laut Aussagen von Präsident Dr. Hans Joachim Bremme ist eine Demission von Petrovic derzeit kein Thema. Im Gegenteil: Mit diversen Neuzugängen in der kommenden Winterpause will man einen Kader formen, der sich in der Rückrunde einspielen und nächste Saison (wohl erneut unter Petrovic) den Aufstieg in Angriff nehmen soll.

Fakt ist jedoch derzeit: Die Leistungen der Blau-Schwarzen werden von Woche zu Woche schlechter und bereits in einer eigentlich frühen Phase ist die Saison für den SV Waldhof, wie schon im vorigen Jahr, gelaufen. Dem Team (und damit auch dem Trainer!) ist es durch diverse "Auftritte" auf dem grünen Rasen gelungen, die zu Saisonbeginn positive Stimmung (wenn nicht sogar Euphorie) im Umfeld innerhalb weniger Wochen nahezu zu pulverisieren, was sich auch in den  Zuschauerzahlen der letzten Wochen ablesen lässt. Besserung ist, zumindest bis zur Winterpause, wohl nicht in Sicht. Der SV Waldhof im Herbst 2005: Aus Fan-Sicht einfach nur frustrierend!

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>> News vom 05.11.2005

  ++ SV Waldhof II: Heimsieg gegen Neckarhausen

Einen wichtigen Erfolg feierte die zweite Vertretung der Blau-Schwarzen im heutigen Heimspiel gegen die DJK Neckarhausen.

Vor ca. 100 Zuschauern am Alsenweg ging das Team von Coach Andreas Kreuzer in der 27. Spielminute durch den neunten Saisontreffer von Deniz Yilmaz in Führung, welche Christian Walter kurz nach dem Seitenwechsel (47.) auf 2:0 ausbauen konnte.

Die Gäste kamen zwar durch einen Treffer von Gropp in der 58. Spielminute noch einmal auf 2:1 heran, jedoch machte Daniele Sartoretti nur drei Minuten später mit dem 3:1 alles klar.

Durch diesen Erfolg belegt das Team nun mit zwölf Punkten den 13. Tabellenplatz in der Landesliga Rhein-Neckar.

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  ++ Marschlich vier Pflichtspiele gesperrt

Für seine rote Karte aus dem Heimspiel gegen den FC Emmendingen wurde Patrick Marschlich vom Badischen Fußballverband bis 28. November, längstens jedoch für vier Pflichtspiele, gesperrt.

Der 19-jährige Mittelfeldspieler kann somit im Pokalspiel beim SV Sandhausen am 22. November wieder mitwirken.


 

  ++ Niederlage in Heidenheim ++ SV Waldhof versinkt im Mittelmaß

Die fast schon erwartete Niederlage bezogen die Blau-Schwarzen im Auswärtsspiel beim Spitzenreiter Heidenheimer SB.

Dabei hatte die Begegnung eigentlich durchaus positiv für die Petrovic-Elf begonnen, denn bereits in der 18. Spielminute erzielte Marcel Rath nach einer Flanke von Benjamin Waldecker und anschließender Kopfballvorlage von Evans Wise die Führung für den SV Waldhof.

Die Gastgeber um den Ex-Waldhöfer Frank Schmidt, die im ersten Spielabschnitt lediglich eine nennenswerte Gelegenheit zu verzeichnen hatten, verstärkten in der zweiten Halbzeit den Druck und kamen durch einen 22-Meter-Schuss des eingewechselten Honold in der 50. Spielminute zum Ausgleich. Vier Minuten vor dem Schlusspfiff war es dann der Heidenheimer Goalgetter Radojevic, der den Ball aus kurzer Entfernung zum 2:1-Endstand nur noch einzuschieben brauchte.

Satte 14 Punkte beträgt nun bereits der Rückstand der Blau-Schwarzen auf den Heidenheimer SB. Eine durchaus peinliche Zahl, wenn man bedenkt, das gerade einmal 14 Spieltage absolviert sind! Interessant wird nun unter anderem sein, wie viele Zuschauer sich in den kommenden Wochen und Monaten noch im C-B-S die Spiele des SV Waldhof um den "Goldene-Ananas-Cup 2005-06" antun werden.

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>> News vom 01.11.2005

  ++ Bye, bye, Liga Drei!
  ++ 0:1-Heimniederlage gegen Nöttingen ++ SVW verabschiedet sich vom Aufstiegskampf

Das wars dann wohl in Sachen Aufstiegskampf in dieser Saison für die Blau-Schwarzen! Durch eine unnötige, jedoch keineswegs unverdiente 0:1-Heimniederlage gegen den FC Nöttingen lässt die Petrovic-Elf den Rückstand auf Tabellenführer Heidenheim auf beachtliche 11 Punkte anwachsen und muss sich in nächster Zeit wohl mit Platzierungen im Mittelfeld der Tabelle zufrieden geben.

Zum Spiel: Erneut verzichtete Slavko Petrovic von Beginn an auf den zuletzt weit unter seinen Möglichkeiten spielenden Michael Oelkuch und nominierte stattdessen im Mittelfeld den brasilianischen Neuzugang Alfredo Branco Novaes für die Startformation. Leider konnte jedoch auch diese Änderung nicht verhindern, dass man über weite Strecken der ersten Halbzeit als Anhänger des SVW den Eindruck gewinnen konnte, es handele sich um ein Auswärtsspiel und man stehe nicht im C-B-S, sondern im Panoramastadion in Nöttingen. Nicht der SV Waldhof war es nämlich, der die Begegnung bestimmte, sondern die Gäste, die im Gegensatz zu den Blau-Schwarzen ein Spielsystem erkennen ließen, schnell und direkt nach vorne spielten und zu einigen gefährlichen Situationen vor dem Tor von Michael Rechner kamen. Auf Seiten des SV Waldhof wurde wieder einmal deutlich, dass es derzeit vor allen Dingen im Mittelfeld krankt. Sicherlich braucht Neuzugang Novaes noch einige Wochen Eingewöhnungszeit und hat zudem seit Monaten kein Spiel mehr bestritten. Warum jedoch erneut so gut wie kein Spiel über die Außenbahnen stattfand und kein Spieler in der Lage zu sein scheint, wenigstens ab und zu eine brauchbare Flanke zu schlagen bzw. einen verwertbaren Pass in der Offensive anzubringen ist einfach unerklärlich. Die einzigen offensiven Aufreger der Blau-Schwarzen im ersten Spielabschnitt bestanden übrigens aus einem vom Schiedsrichter zurecht wegen Abseits nicht gegebenen Tor von Georgi Donkov sowie einige Minuten zuvor aus einem Abseitspfiff gegen Donkov, der freie Bahn in Richtung Nöttinger Tor gehabt hätte. Leider hatte der Schiedsrichter in dieser Szene übersehen, dass der Ball von einem Nöttinger Spieler in Richtung des Bulgaren prallte und daher keine Abseitssituation vorlag.

Die Kabinenpredigt muss wohl äußerst heftig ausgefallen sein, denn quasi vom Wiederanpfiff weg nahmen die Blau-Schwarzen das Heft in die Hand und übten nun endlich ihrerseits Druck auf den Gegner aus. Der Unterschied zu den Nöttinger Angriffsbemühungen im ersten Spielabschnitt lag einzig darin, dass wieder einmal das entscheidende Zuspiel in den Strafraum der Gäste nicht gelingen wollte. So zeigten sich die Akteure zwar sehr bemüht und es wurde bis zum Strafraum zeitweise durchaus gefällig kombiniert, doch viel zu oft waren die Blau-Schwarzen dann mit ihrem Latein am Ende. Die einzige echte Torchance in der gesamten Begegnung für den SV Waldhof hatte dann der in der 67. Minute eingewechselte Michael Oelkuch, der aus ca. 10 Metern am Nöttinger Keeper Ferhatovic scheiterte. So kam es letztendlich, wie es kommen musste. In der 84. Spielminute kommt der Ball nach einer Ecke zum Nöttinger Torjäger (und Ex-Waldhöfer) Metin Telle, dieser steht einsam und verlassen am 5-Meter-Raum und kann von dort unbedrängt(!) und für Michael Rechner unhaltbar einschädeln! Eigentlich sollte man ja davon ausgehen, dass es auf Seiten der Blau-Schwarzen vor dem Spiel durchaus bekannt gewesen sein müsste, dass gerade Metin Telle schon einige Tore in der Oberliga erzielt hat. Umso unverständlicher ist es, gerade ihn bei einer Standardsituation völlig unbedrängt am 5-Meter-Raum stehen zu lassen. Wo war da die Zuordnung bzw. gab es überhaupt eine solche?

Fazit:

Ganze vier mickrige Pünktchen haben die Blau-Schwarzen also aus drei(!) aufeinander folgenden Heimpartien geholt und damit die große Gelegenheit verpasst, den Anschluss an die Tabellenspitze zu halten. Die momentanen Leistungen der Mannschaft alleine mit den ach so vielen Verletzten zu begründen ist einfach zu billig, denn auch die Akteure die derzeit aufgeboten werden, stellen gehobenes Oberliga-Niveau dar. Ein Kritikpunkt ist sicherlich, dass die Mannschaft auch nach 10 Monaten unter Slavko Petrovic keine erkennbaren Fortschritte in Sachen Spielsystem, taktisches Verhalten und Spielkultur gemacht hat. Vergleicht man einmal die Leistungen in der Rückrunde der vergangenen Saison mit den bisherigen Auftritten in dieser Spielzeit kann man leicht zu der Erkenntnis gelangen, dass sich eigentlich nichts geändert hat! Wie schon in der vorigen Saison muss man wohl zudem bereits frühzeitig sämtliche Aufstiegshoffnungen begraben. Quo Vadis SV Waldhof?

 

   Aktuelles Ergebnis:

29.02.08

OL BW - 20. Spieltag

SVW - VfL Kirchheim
2:1

>> Statistik

   Nächstes Spiel:

06.03.08 - 19:30 Uhr

OL BW - 21. Spieltag

S. Kickers II - SVW

Tabelle
  Sp. Pkt.
01. Freiburg II 20 44
02. SV Waldhof 20 44
03. Heidenheim 19 39
04. Ulm 19 39
05. Walldorf 19 38
06. Villingen 19 34
07. Hoffenheim II 20 34
08. Crailsheim 19 32
09. Gmünd 20 31
10. Großaspach 20 28
11. Freiberg 20 25
12. Nöttingen 20 23
13. Bahlingen 20 16
14. Kirchheim 20 14
15. Linx 20 14
16. Schwieberdingen 20 13
17. VfR Mannheim 20 12
18. Schwieberdingen 19 10