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 SV Waldhof II

 Aktuelles Ergebnis:

<02.03.08>

LL - 20. Spieltag

FV Brühl - SVW II
1:3

>> Statistik
 
 



 

29.11.2001

Uwe Rapolder ist der neue Trainer beim Ligakonkurrenten LR Ahlen. Der Ex-Coach des SVW leitete bereits eine Trainingseinheit und sitzt bereits beim heutigen Heimspiel der Ahlener auf der Bank. Rapolder soll sich gut vorstellen können, dass der in Ahlen entlassene Peter Neururer im Gegenzug beim SV Waldhof unterschreibt. Präsident Wilfried Gaul dementierte jedoch einen Kontakt zu Neururer. "Neururer ist kein Thema für uns.", so Gaul.

Selim Teber und Sascha Licht haben sich beim gestrigen Pokalderby verletzt. Teber musste in der 80. Spielminute ausgewechselt werden, nachdem er sich den Fuß verdreht hatte. Er nahm am heutigen Training nicht teil. Sascha Licht hingegen hatte in der Schlussphase der Partie einen "Pferdekuss" von seinem Gegenspieler einstecken müssen. Laut Waldhof-Coach Walter Pradt stehen die Chancen für einen Einsatz bei beiden "50:50". 

Nach dem grandiosen Pokalderby wird der SV Waldhof schnell wieder vom Alltag in der Liga eingeholt. Mit dem SSV Reutlingen ist ein "Angstgegner" des SV Waldhof zu Gast im Carl-Benz-Stadion.

Die letzten beiden Heimspiele gegen den SSV Reutlingen endeten jeweils 1:1 Unentschieden. Beim ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams in der Regionalligasaison 1997 / 98  entführten die Reutlinger mit einem 1:0 Sieg sogar gleich drei Punkte aus dem C-B-S. Vielen Fans wird der SSV Reutlingen jedoch auch in guter Erinnerung bleiben. Besiegelte der SV Waldhof doch in der Saison 1998 / 99 mit einem 1:0 Auswärtssieg in Reutlingen den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Nach dem Pokalhighlight gegen den FCK wird es für die Mannschaft von Coach Walter Pradt sicherlich nicht ganz so einfach sich wieder auf den Ligaalltag umzustellen. In der Liga ist der SV Waldhof seit drei Spielen ungeschlagen und könnte am Anfang einer kleinen "Serie" stehen.

Auch die Reutlinger waren am Mittwoch im DFB-Pokal aktiv. Die Mannschaft von Trainer Armin Veh verlor gegen RW Oberhausen mit 3:4 im Elfmeterschiessen. Das "Handicap" von drei Spielen in einer Woche betrifft also beide Teams. Die Schwaben sind nun seit fünf Ligaspielen ungeschlagen. Die letzten vier Spiele konnten die Reutlinger sogar allesamt für sich entscheiden. Auswärts konnten das Team aus Reutlingen bisher nur zweimal gewinnen.

SV Waldhof       SSV Reutlingen

15

  akt. Tabellenplatz

 

8
 
seit 3 Spielen ungeschlagen,   aktuelle Serie   seit 5 Spielen ungeschlagen,

davon 1 Sieg

     

davon 4 Siege

 

2 Siege, 3 Unentschieden,

   Heimbilanz   Auswärtsbilanz  

2 Siege, 1 Unentschieden,

2 Niederlagen

         

4 Niederlagen

 
28.11.2001

Der SV Waldhof zeigte im heutigen Pokalderby gegen den 1. FC Kaiserslautern eine grandiose Leistung. Von der ersten Minute an versuchte der SVW die Gäste unter Druck zu setzen. Vor allen Dingen in den ersten 15 Minuten gelang dies sehr eindrucksvoll. Von einem Klassenunterschied konnte heute nicht die Rede sein. Selim Teber erzielte dann in der 11. Spielminute das viel umjubelte und hochverdiente 1:0 für den SV Waldhof. Lediglich in der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit konnte sich der SV Waldhof kaum befreien. Doch in der zweiten Hälfte begann die Mannschaft von Trainer Walter Pradt wieder äußerst druckvoll. Das Resultat der Bemühungen war dann der zweite Treffer von Teber in der 53. Minute. In der zweiten Halbzeit war der SVW dann die bessere Mannschaft. Mit einer unglaublichen kämpferischen und spielerischen Leistung setzte man den FCK gehörig unter Druck. Catic und Everaldo vergaben noch zwei hochkarätige Chancen. Achso ... am Ende gewann der FCK durch Tore von Ramzy (27.), Lokvenc (42.) und Marschall (90.) mit 3:2. Aber die Niederlage rückte aufgrund der grandiosen Leistung des SV Waldhof in den Hintergrund. Man kann sich heute nur bei der gesamten Mannschaft für diese herausragende Leistung bedanken. Falls die Mannschaft an diese Leistung in den kommenden Spielen anknüpfen kann, muss man vor den kommenden Aufgaben sicherlich keine Angst haben. Nun gilt es, sich auch gegen einen "kleineren" Gegner wie den SSV Reutlingen zu motivieren.

27.11.2001

Torwart Achim Hollerieth laboriert derzeit an einer Schleimbeutelentzündung im linken Ellbogen. Hollerieth fällt somit für das Pokalderby gegen den 1. FCK definitiv aus. Im schlimmsten Fall droht ihm eine Operation innerhalb der nächsten 14 Tage. Dann könnte der Keeper erst wieder nach der Winterpause zum Einsatz kommen. Ersatzkeeper Carsten Nulle steht somit vor seinem ersten Einsatz. Die neue Nummer zwei wird Amateur-Torwart Julien Jourdan.

Walter Pradt setzt vor dem mit Spannung erwarteten morgigen Derby im DFB-Pokal klare Prioritäten. „Das Punktspiel gegen Reutlingen ist das wichtigere Spiel in dieser Woche.“, so der Trainer, der daran denkt, dem einen oder anderen Spieler im Hinblick auf kommenden Samstag morgen eine Verschnaufpause zu gönnen. Kandidaten hierfür dürften in der Abwehr Dariusz Pasieka oder Vilmar Santos und im Mittelfeld Bernhard Trares, David Montero oder Sascha Licht sein.

Im Gegenzug wird Pradt wohl Spielern aus der 2. Reihe die Chance geben, sich zu beweisen und mit einer guten Leistung auf sich aufmerksam zu machen. Hierfür denkt der Coach an Spieler wie Stefan Zinnow, Sebastian Kaul, Hakan Atik oder Christian Beisel, die sich in den letzten Wochen bei den Amateuren durch gute Vorstellungen hervorgetan haben. Die besten Chancen für einen Einsatz von Beginn an hat wohl der erst 18-jährige Christian Beisel, von dem Pradt viel hält.  

Nicht auflaufen wird wohl definitiv Roumen Ivanov, mit dessen Leistung Pradt nicht zufrieden war. 

„Es wird eine Mannschaft auflaufen, die alles gibt, um die Sensation zu schaffen. Es wird keine Reservetruppe spielen, sondern eine, die in Punkto Lauf- und Kampfbereitschaft mehr zu bieten hat, als die siegreiche Elf vom Wochenende.“, so Pradt.  

Um bereits im Vorfeld der Begegnung mögliche Randale auszuschließen, hat das Polizeipräsidium Mannheim gestern Fanvertreter beider Vereine zu einem Gespräch eingeladen. Bereits der Polizei bekannte „Störenfriede“ (42 Mannheimer und 28 Lauterer) erhielten bereits in den letzten Tagen ein persönliches Schreiben, in dem sie nachdrücklich auf die „Spielregeln“ hingewiesen wurden. 17 Personen, gegen die beim SV Waldhof ein Stadionverbot besteht, wurden darauf aufmerksam gemacht, sich besser nicht in der Nähe des C-B-S sehen zu lassen.  

Allgemein wollen die Ordnungshüter morgen eher mit einem defensiven Konzept agieren, jedoch gegen Randalierer konsequent vorgehen. Damit soll den Fans mehr „Eigenverantwortung“ übertragen werden. „ Wir hoffen, dass die Appelle der Vernunft ausreichend sind“, betonte SVW-Geschäftsführer Dieter Dollmann, der mit 10 – 12.000 Anhängern des FCK rechnet.

Das morgige Pokalderby wird von FIFA-Schiedsrichter Franz-Xaver Wack geleitet. Der Unparteiische erhielt zuletzt am Wochenende beim Bundesligaspiel des FC Schalke 04 gegen Werder Bremen gute Kritiken.

Die Tageskasse am Karten-Pavillon vor dem C-B-S ist morgen ab 11 Uhr geöffnet. Kurzentschlossene können somit auch morgen noch Tickets für den Pokalhit erwerben. Sitzplätze in begrenztem Umfang für beide Tribünen, sowie Stehplätze sind noch vorhanden.

Um morgen die Verkehrsbehinderungen vor dem Stadion einzuschränken, empfiehlt der SV Waldhof allen Besuchen aus der Region möglichst auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Zusätzlich zur Linie 6, die ja direkt vor dem C-B-S hält, wird auch die OEG (Linie 5) mit Sonderzügen das Stadion anfahren.

Für Besucher, die mit dem Auto anreisen, wird neben dem obligatorischen Parkplätzen am Friedensplatz auch der Parkplatz am Maimarktgelände gebührenfrei geöffnet. Aufgrund des zu erwartenden Verkehrsaufkommens sollten Ortskundige das Gebiet zwischen 17:30 Uhr und 19 Uhr möglichst umfahren.

26.11.2001

Kapitän Laszlo Klausz brachte es mit seinem kurzen Statement nach dem Spiel gegen Babelsberg wohl auf den Punkt: "Jetzt geht's aufwärts.". Coach Walter Pradt äußerte sich in einem Interview mit Waldhof-Online zum Spiel gegen Babelsberg und zu seinen "Erwartungen" für den Pokalhit am Mittwoch. "Auch ich war froh, dass wir gegen Babelsberg gewonnen haben. Natürlich war nicht alles Gold was geglänzt hat. Wenn man gewinnen muss und sich ein dummes Tor einfängt, ist Ruhe und Selbstvertrauen erst einmal weg. Daher war ich sehr zufrieden, wie sich die Mannschaft wieder ins Spiel zurückgekämpft hat und am Ende für ihren Fleiß belohnt wurde. Wir waren in der Lage mehrere Torchancen herauszuspielen und hätten das eine oder andere Tor mehr machen können. Meinen Dank an die Fans, die ebenfalls 90 Minuten für die Mannschaft gekämpft haben. So muss es sein. Wir brauchen die Fans und deren Unterstützung. Dankeschön!!! Wir müssen aber weiterhin kleine Schritte machen und geduldig unsere Erfolge anstreben. Gerade in den kommenden Spielen (außer dem Pokalspiel) stehen die so genannten sicheren Punktespiele auf dem Programm, die erst einmal gespielt werden müssen und nicht schon vorher gewonnen sind. Wir haben keine Übermannschaft und müssen jeden Gegner sehr, sehr ernst nehmen denn abgerechnet wird immer nach 90 Minuten und nicht früher! Zum Spiel am Mittwoch müssen wir das wichtige Spiel gegen Reutlingen am Samstag mit einbeziehen. Die Mannschaft gegen den 1. FCK wird erst am Dienstag nach dem letzten Training bestimmt. Die Spieler können ohne Druck aufspielen und sich auf dieses Spiel freuen. Chancen gibt es immer, man muss sie nur nutzen.", so Pradt.

Trainer Walter Pradt war beim gestrigen Heimspiel gegen Babelsberg vor allen Dingen mit dem kämpferischen Einsatz seiner Mannschaft zufrieden. „Die Art und Weise, wie sich die Mannschaft gewehrt hat, zurückgekommen ist, war eine feine Sache.“, so der Interimscoach. „Ich hoffe schwer, dass der Sieg der Mannschaft Schwung für das Pokalspiel am Mittwoch verleiht.“, so Pradt weiter.

„Ob es schon die Wende war, vermag ich nicht zu sagen. Auf diesem Sieg können wir auf jeden Fall aufbauen.“, so lautete das Statement von David Montero. Auch Dariusz Pasieka, der ja eigentlich für das Pokalderby gegen den 1. FCK geschont werden sollte, war mit der Leistung insgesamt zufrieden. „Babelsberg war das wichtigere Spiel. Wir haben drei Punkte, ich habe schon ganz vergessen, wie ein Sieg schmeckt. Wir haben nicht so gut angefangen, es mit langen Bällen versucht. Klappte nicht. Als wir dann mehr über außen gekommen sind, wurde es besser.“, erläuterte der spielende „Co-Trainer“.

25.11.2001

Der SV Waldhof konnte das Kellerduell gegen Babelsberg mit 4:1 für sich entscheiden. Die Mannschaft von Walter Pradt, der sein Heimdebüt als Interimstrainer hatte, versuchte von Beginn an, die Gäste aus der Filmstadt unter Druck zu setzen. Nach einem kapitalen Fehler von Bernhard Trares stand in der 17. Minute jedoch der Babelsberger Kampf frei vor SVW-Keeper Hollerieth. Beim folgenden "Zweikampf" kam Kampf dann im Strafraum zu Fall. Den folgenden Elfmeter versenkte Chalaskiewicz zum 0:1. In der Folgezeit war der SVW zwar zunächst verunsichert, versuchte aber mit allen Mitteln den Ausgleich herbeizuführen. Sascha Licht war es dann schließlich, der in der 29. Minute mit einem sehenswerten Freistoss den Ausgleich erzielte. Licht zählte heute sicherlich zu den besten Waldhöfern. Kurz vor der Halbzeit nutzte dann Dariusz Pasieka einen katastrophalen Fehler des Gästekeepers Thomaschewski zum 2:1 Führungstreffer. In der zweiten Halbzeit hatte der SVW mit den harmlosen Gästen bis auf wenige Ausnahmen keine Probleme. Im Gegenzug trug der SV Waldhof dann endlich mal wieder einige schöne Spielzüge vor. Einen solchen Spielzug schloss Selim Teber in der 59. Minute nach Vorarbeit des eingewechselten Catic zum 3:1 ab. Catic war es auch, der in der 88. Minute das 4:1 durch Laszlo Klausz vorbereitete. Obwohl mit dem SV Babelsberg heute ein äußerst schwacher Gegner auf dem Platz stand, war beim SVW sicherlich ein klarer Aufwärtstrend zu erkennen. Vor allen Dingen in der zweiten Halbzeit wurden endlich wieder einige Torchancen schön herausgespielt. Nun gilt es, diesen "Trend" im Pokalspiel gegen den FCK, vor allen Dingen aber im eigentlich noch wichtigeren Heimspiel gegen Reutlingen fortzusetzen.

24.11.2001

Das morgige "Kellerduell" gegen den SV Babelsberg wird für den SV Waldhof sicherlich ein richtungsweisendes Spiel. Babelsberg ist derzeit punktgleich mit dem SVW und belegt aufgrund des schlechteren Torverhältnisses den 16. Tabellenplatz und ist wie die Mannschaft von Walter Pradt seit neun Spielen ohne Sieg. Trainer Walter Pradt äußerte sich in einem Interview mit Waldhof-Online zu seinen Erwartungen für das Spiel. "Meine Erwartungen zum Spiel gegen Babelsberg sind relativ schnell genannt.
Ich möchte mit der Mannschaft drei Punkte und weiter an Sicherheit und Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben (restliche Spiele bis Weihnachten) gewinnen. Es wird ein Geduldsspiel und wir brauchen die Unterstützung und den Glauben an die Mannschaft, obwohl in den letzten Wochen einige vielleicht im Glauben an die Mannschaft gezweifelt haben. Alle müssen der Mannschaft bis zur 90. Minute ihr Vertrauen schenken und nicht schon nach dem kleinsten Fehler pfeifen und aufgeben. Die Mannschaft soll immer kämpfen bis zum Schluss und alles versuchen, die Mannschaft wird stärker, wenn auch die Fans mitkämpfen.
", so Pradt. Für den verletzten Mounir Boukadida wird wohl Dariusz Pasieka in die Innenverteidigung rücken.

Auch im offensiven Bereich wird Walter Pradt wohl Umstellungen vornehmen. Selim Teber rückt für Catic auf die linke Außenbahn. Laszlo Klausz wird im Sturm wohl durch Roumen Ivanov unterstützt. Im zentralen Mittelfeld wird David Montero, der beim Spiel in Ahlen zunächst nur auf der Bank Platz genommen hatte, neben Bernhard Trares zum Einsatz kommen.

Der zuletzt glücklose Laszlo Klausz zeigt weiterhin einen leichten Aufwärtstrend. Klausz erzielte in den bisherigen Ligaspielen gerade mal drei Tore. "Ich blicke jetzt optimistisch in die Zukunft, die Mannschaft ist besser als ihr Tabellenplatz, sie kann mehr.", so der Stürmer. Christian Beisel wird morgen erstmals in den Profikader rücken. Beisel machte zuletzt durch gute Leistungen bei den Amateuren auf sich aufmerksam.

Den verletzten Lamine Cissé wird Coach Walter Pradt durch Thomas Hoersen ersetzen. Die Abwehrkette des SV Waldhof ist somit verletzungsbedingt gleich auf zwei Positionen verändert.

Die Gäste aus der Filmstadt griffen aufgrund der sportlichen Talfahrt zu einer eher außergewöhnlichen Maßnahme. Es wurde nicht der Cheftrainer Andreev, sondern nur dessen Co-Trainer Ingo Nachtigall beurlaubt. Die Babelsgerber müssen am Sonntag neben Fensch (Aufbautraining) und Röver (5. Gelbe Karte) auch auf ihren Stammtorhüter Alexander Kunze (Daumenbruch) verzichten.

Interimscoach Walter Pradt darf den SV Waldhof mit einer Ausnahmegenehmigung des DFB zunächst nur bis zur Winterpause trainieren. "Die Ausnahmegenehmigung wurde von uns unbeschränkt beantragt, doch der DFB entschied anders.", so Geschäftsführer Dieter Dollmann. Die Genehmigung des DFB ist nötig, da weder Pradt noch Pasieka die nötige Trainerlizenz für eine Profi-Mannschaft besitzen.

Bei der Hauptversammlung des SV Waldhof am vergangenen Donnerstag wurde, wie bereits berichtet, neben dem Ausbau des Trainingsgeländes auch auf die finanzielle und sportliche Situation des SV Waldhof eingegangen. Von den insgesamt 1.821 Mitgliedern (über 18 Jahre) des Vereins, waren 130 Mitglieder anwesend.

Die finanzielle Situation des SV Waldhof kann im Moment getrost als "wackelig" bezeichnet werden. Die letzte Saison wurde mit einem Minus in Höhe von 900.000 DM abgeschlossen. Dieser "geringe" Verlust kam dabei nur durch die hohen Transfererlöse von 5,5 Millionen Mark zustande. Der Lizenzspielerbereich erwirtschaftete einen Gewinn von 327.000 DM, während im Bereich der Jungend und der Amateure, sowie in den anderen Abteilungen einen Mehraufwand von 1,227 Millionen Mark anfielen. Erstmals seit vier Jahren musste der SVW bei der Lizenzierung keine Bankbürgschaften vorlegen.

Die Verantwortlichen rechnen in dieser Saison mit einem Darlehen in Höhe von 2,101 Millionen DM von der Sportwelt. Aufgrund der unklaren wirtschaftlichen Situation der Sportwelt ist dieser Darlehensabruf jedoch noch nicht gesichert. Zusammen mit dem nun angeforderten Darlehen hätte der SV Waldhof von den zugesagten 17,5 Millionen dann 15,2 Millionen erhalten. Um die ungewisse finanzielle Situation bei der Sportwelt GmbH und die daraus evtl. entstehenden Finanzlücken auszugleichen, will der Verein auch seine Bemühungen um eine bessere Zuschauerresonanz erhöhen. Auch die Sportwerbe GmbH des SV Waldhof soll künftig wesentlich mehr Werbeumsätze erzielen als bisher.

In der laufenden Saison ergibt sich bei einem Ausgabevolumen in Höhe von 17,7 Millionen und Einnahmen in Höhe von 14,1 Millionen ein Minus von rund 3,6 Millionen Mark. Im Dezember dieses Jahres soll eine neue, aktualisierte Finanzplanung erarbeitet werden. Dabei kann wohl mit erheblichen Einschränkungen gerechnet werden, um die Lizenz für die kommende Saison nicht zu gefährden. Die Verantwortlichen sehen dabei auch noch ein großes Einsparpotential im Verein.

Die Verbindlichkeiten des Vereins belaufen sich derzeit auf rund 18,1 Millionen Mark, wobei 13,1 Millionen durch den Waldhof-Partner Sportwelt abgedeckt sind. Die Darlehen der Sportwelt sind dabei alle mit einem Rangrücktritt ausgestattet. Der SV Waldhof müsste diese Darlehen also nur zurückzahlen, sobald der Verein einen Gewinn erwirtschaften würde. Dies gilt bei einem evtl. Insolvenzverfahren bei der Sportwelt GmbH.

Die geplante Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung in eine Spielbetriebs-GmbH unter Beteiligung der Sportwelt liegt derzeit "auf Eis". Das in den Verträgen vorgesehene Beteiligungsmodell fand beim Ligaausschuss des DFB und bei der DFL keine Zustimmung. Demnach wäre für die Spielbetriebs-GmbH keine Lizenzierung möglich. In nächster Zeit wird wohl auch aufgrund der ungewissen Zukunft der Sportwelt GmbH keine Ausgliederung erfolgen.

Der zweitwichtigste Punkt neben der finanziellen Situation war wohl das "Nachwuchsprojekt" des SV Waldhof. Unter dem Motto "Dem Fußballnachwuchs ein Zuhause - wir bauen auf die Jugend" sollen in einem Nachwuchszentrum am Alsenweg dabei unter anderem drei Großspielfelder (Kunstrasen), ein Trainingskleinspielfeld, sowie ein Technik-Parcour entstehen. Die Kosten hierfür belaufen sich, wie bereits gemeldet (siehe News vom 22.11.2001) auf insgesamt 3,1 Millionen Mark. Durch die Verbesserungen im Jugendbereich will man gerade Talente aus der Region wieder an den SV Waldhof binden. Künftig soll auch das regionale und überregionale Scoutingsystem wieder mit mehr Nachdruck verfolgt werden.

22.11.2001

Die heutige Hauptversammlung des SV Waldhof verlief zum Großteil äußerst harmonisch. Neben einer Satzungsänderung standen vor allen Dingen die Berichte über die Finanzen und die sportliche Situation des Vereins im Vordergrund. Herauszuheben sind sicherlich die Planungen des Vereins in Sachen "Nachwuchsarbeit". Es wurde mehrfach auf den schlechten Zustand des Trainingsgeländes am Alsenweg hingewiesen. Dieser Trainingsbereich soll nun ausgebaut und saniert werden, um künftig bessere Trainingsbedingungen bereitzustellen. Das Investitionsvolumen beträgt dabei insgesamt 3,1 Millionen Mark. Ein Teil wird dabei von der Stadt Mannheim und dem Badischen Sportbund getragen. Den Restbetrag in Höhe von 1,5 Millionen Mark will der SVW durch die Aufnahme von Darlehen, aber auch durch Sponsorengelder und Spenden finanzieren.

21.11.2001

Lamine Cissé wurde heute in der BG-Unfallklinik in Ludwigshafen operiert. Dabei wurde der Innenknöchel des linken Fußes mit zwei Kurzschrauben fixiert. Die Operation ist laut Physiotherapeut Korn gut verlaufen. Cissé wird frühestens Ende März wieder spielen können.

Auch Mounir Boukadida ist, wie bereits gemeldet, angeschlagen. Der Tunesier fällt mit einem Bänderriss im Schulterbereich für mindestens drei Spiele aus. Physiotherapeut Korn hofft, Boukadida bis zum Auswärtsspiel in Karlsruhe wieder fit zu bekommen.

In die am Montag bei uns veröffentlichte Tagesordnung für die morgige Jahreshauptversammlung des SV Waldhof hat sich ein Fehler eingeschlichen. Der Punkt 13 "Wahl des Aufsichtsrates nach Vorschlag des Wahlausschusses" wurde versehentlich eingefügt. Bei der diesjährigen Versammlung stehen keine Neuwahlen an. Unsere News vom 19.11.2001 wurden dementsprechend abgeändert.

Umut Erdogan hat sich am Dienstag Abend während des Trainings der SVW-Amateure einen Kreuzbandriss zugezogen. Der 19jährige Angreifer wird in knapp zwei Wochen von Mannschaftsarzt Dr. Arza operiert. Erdogan hatte sich zuletzt im Oberligaspiel gegen Pfullendorf verletzt, und wollte am Dienstag erstmals wieder mit dem Ball trainieren. Der Angreifer muss nun für sechs bis acht Monate pausieren. Die Saison ist damit für ihn schon frühzeitig beendet.

Die Nachwuchsspieler Florian Karlein und Vincenco Terrazzino sind vom DFB zum Nachsichtungslehrgang der U18 (26. - 28.11.01) in die Sportschule Nettlingen-Ruit eingeladen worden. Denis Aogo, Jan Fießen und Christian Katins erhielten eine Einladung zum U15-Lehrgang des DFB (06. - 09.12.01) in der Egidius-Braun-Sportschule in Leipzig.

Präsidiumsmitglied Joachim Stuck und Fanbeauftragter Oliver Ort wollen das geplante Fan-Projekt des SV Waldhof weiter voran treiben. Dies erklärten beide im Rahmen einer heutigen Rundfunksendung. An der Gesprächsrunde nahmen außerdem die Leiterin des Amtes für Sport und Freizeit in Mannheim, Gerda Brand, der Leiter des Mannheimer Polizeireviers Ost, Michael Müller, sowie der Ludwigshafener Streetworker Erwin Ress teil. Die "Fan-Szene" wurde von Dariusch Hafezi (DoppelPass) und Matthias Wagner (Ultras) vertreten.

Die aktuelle Situation des Projektes wurde unter dem Motto "Mehr Geld für weniger Gewalt im Stadion - der SVW, die Polizei und die Stadt kämpfen um ein Fan-Projekt" diskutiert. Die Beteiligten sprachen sich einheitlich für diese soziale Einrichtung aus. Die Pläne konnten jedoch bislang wegen der noch offenen Finanzierung nicht umgesetzt werden. Die Kosten in Höhe von rund 180.000 DM jährlich sollen sich dabei das Land, die Kommune und der DFB zu je 60.000 DM teilen. Die durch den DFB gedeckten Kosten werden dabei über eine vom SVW bereit gestellte Rücklage finanziert.

Neben der Kostenfrage habe sich auch die Suche nach einem geeigneten Standort als schwierig erwiesen. Zunächst waren Räumlichkeiten im Bereich des C-B-S vorgesehen, Joachim Stuck empfahl nun jedoch eine Einrichtung in einem etwas abgelegenen Teil Mannheims, der jedoch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein müsse. Gerda Brand will sich der Standortfrage nun annehmen. Erwin Ress regte an, das Projekt gemeinsam mit der Stadt Ludwigshafen umzusetzen. Dabei könnten auch die fehlenden Landesmittel aufgeteilt werden.

Das Fan-Projekt soll Jugendliche mit professioneller Unterstützung vor der Anwendung von Gewalt bewahren. "Vergleichbare Projekte in Nordrhein-Westfalen haben gezeigt, dass durch diese präventiv arbeitende Stelle die Anzahl der bei Bundesligaspielen anwesenden Einsatzkräfte um bis zu 40 Prozent gesenkt werden konnte.", so der Sprecher der Polizei, Michael Müller.

19.11.2001

Unter die „Zufriedenheit“ über den Punktgewinn beim Auswärtsspiel in Ahlen mischte sich ein bitterer Beigeschmack. Abwehrspieler Lamine Cissé musste in der 55. Minute verletzt ausgewechselt werden. Der Verdacht auf erneuten Bruch des linken Knöchels hat sich mittlerweile bestätigt. Für den Senegalesen war es erst das vierte Spiel nach seinem Knöchelbruch zu Saisonbeginn. Cissé wird Trainer Pradt somit frühestens Ende März wieder zur Verfügung stehen. Der Abwehrspieler wird bereits am Mittwoch in der Ludwigshafener BG-Unfallklinik operiert werden. Mit dem Auftreten des SVW in Ahlen waren die Verantwortlichen zufrieden. „Man spürte einen Schub. Die Mannschaft hat endlich wieder Herz gezeigt, was zuletzt fehlte.“, so Präsident Wilfried Gaul.

Auch Walter Pradt zeigte sich zufrieden. „Für mich war diese Partie ein Gradmesser. Meine Mannschaft hat hervorragend gekämpft. Mit dem einen Punkt können wir leben. Mehr zu erwarten wäre vermessen gewesen.“, erläuterte der Trainer. „Ich wollte wissen, wie die Mannschaft nach dem Trainerwechsel reagiert. Ich bin zufrieden. Sie hat alles gegeben, den Gegner unter Druck gesetzt. Leider fehlte der letzte Pass.“, so der Coach weiter. 

Die Mannschaft war mit dem Punktgewinn in Ahlen ebenfalls zufrieden. „Wir haben den Ball sehr gut laufen lassen. Jeder hat Fehler des anderen ausgebügelt. Man merkte, dass wir enger zusammengerückt sind. Der Punkt war hochverdient.“, so Sascha Licht zum Spiel. 

„Mit dem Punkt sind wir zufrieden, man kann innerhalb von drei, vier Tagen keine Wunderdinge erwarten.“, ergänze Torwart Achim Hollerieth. Mannschaftskapitän Laszlo Klausz gab indes schon die Zielsetzung für das kommende Heimspiel gegen Babelsberg vor: „Es ist eine schwierige Zeit für uns. Für den Anfang war es daher okay, zumindest die ersten 70 Minuten. Aber gegen Babelsberg müssen wir zu Hause unbedingt gewinnen.“. 

Mit dieser Einschätzung liegt Klausz sicherlich nicht falsch. Denn gerade die letzten Spiele bis zur Winterpause werden sicherlich richtungsweisend für den SV Waldhof sein. Ohne die dringend erforderlichen Heimsiege wird der SVW die Abstiegsränge wohl so schnell nicht wieder verlassen können.

Mounir Boukadida zog sich beim Spiel in Ahlen ebenfalls eine Verletzung zu. Diese ist nun schlimmer als zunächst befürchtet. Bei dem Abwehrspieler wurde zunächst nur eine Schulterverletzung diagnostiziert. Nun deutet sich ein Bänderriss zwischen dem ersten Rippenknochen und dem Schultergelenk an. Boukadida unterzog sich heute einer abschließenden Computer-Tomographie. Ein Einsatz beim kommenden Heimspiel gegen Babelsberg erscheint zum jetzigen Zeitpunkt fast ausgeschlossen.

Für das Pokalderby gegen den 1. FC Kaiserslautern sind weiterhin Restkarten für die Haupt- und Südtribüne, sowie für den Stehplatzbereich der Osttribüne erhältlich. Der FCK hat nun einen Teil des zustehenden Kartenkontingentes für die Haupttribüne an den SV Waldhof zurückgeschickt. Die Karten können während der Geschäftszeiten (Di - Fr 9:30 - 12:30 Uhr / 14 - 17:30 Uhr) am Alsenweg oder im Fanshop des C-B-S erworben werden.

Der Pavillon vor dem C-B-S ist am 26. und 27.11.2001 jeweils von 11 - 20 Uhr geöffnet. Am Spieltag können dort ab 11 Uhr noch Karten erworben werden.

Wie bereits gemeldet, findet am 22.11.2001 (19 Uhr) die Jahreshauptversammlung des SV Waldhof im Kulturhaus Käfertal (Gartenstr. 8, Mannheim) statt. Hier die Tagesordnung der Versammlung:

1. Begrüßung
2. Bericht der Präsidenten
3. Bericht über die Finanzen des Vereins
4. Bericht über die sportliche Situation der Lizenzspielerabteilung
5. Bericht des Ehren- und Ältestenrates
6. Berichter der Abteilungen
7. Bericht des Aufsichtsrates
8. Bericht der Kassen- und Rechnungsprüfer
9. Aussprache
10. Entlastungen für das laufende Geschäftsjahr (Aufsichtsrat / Präsidium)
11. Beschluss über Satzungsänderung:
  - Änderung des § 4 ("Verbandszugehörigkeit") entsprechend der zwingend
  einzuhaltenden Vorgaben der Deutschen Fußball Liga GmbH (DFL)
12. Verschiedenes

Zutritt zur Versammlung haben gemäß der Satzung des Vereins nur Mitglieder ab dem 18. Lebensjahr, sowie die Ehrenmitglieder gegen Vorzeigen eines gültigen Mitglieder- oder Personalausweises.

18.11.2001

Der SV Waldhof erreicht beim Auswärtsspiel in Ahlen immerhin ein 0:0 Unentschieden. Trainer Walter Pradt sah dabei ein überwiegend mäßiges Spiel seiner Mannschaft. Vor allen Dingen im Offensivbereich offenbarte der SV Waldhof abermals erhebliche Defizite. Hajrudin Catic zählte dabei insgesamt wohl zu den besten Akteuren beim SVW. In der ersten Halbzeit konnte sich keine der beiden Mannschaften entscheidende Vorteile erspielen. Torchancen waren für beide Seiten ebenfalls Mangelware. Lediglich durch einen Freistoss von Sascha Licht kam der SV Waldhof zu einer Torchance. In der zweiten Halbzeit erhöhten die Gastgeber den Druck und kamen zu einigen sehr guten Torraumszenen. Unter anderem traf Feinbier für Ahlen nur die Latte. Vor allen Dingen in der Schlussphase der Partie hätten die Gastgeber in Führung gehen müssen. Neben Dariusz Pasieka rückte überraschenderweise Bernhard Trares wieder in die Anfangsformation. Für ihn musste David Montero auf der Bank Platz nehmen. Mit dieser Änderung der Startformation hätten viele aufgrund der zuletzt "unterirdischen" Leistungen von Trares sicherlich nicht gerechnet. Auch diesmal konnte Trares die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. Auch an der Taktik änderte Interimscoach Pradt, wie bereits angekündigt, nichts. Mit Pasieka und Trares standen zwei defensive Mittelfeldspieler von Beginn an auf dem Feld, was sich auch in den eher seltenen Angriffsversuchen des SVW widerspiegelte. Selim Teber rückte neben Laszlo Klausz ins Sturmzentrum. Von einer Leistungssteigerung im Vergleich zu den letzten Spielen kann sicherlich nicht gesprochen werden. Wenigstens schaffte man es diesmal, nicht mit leeren Händen nach Mannheim zurückzukehren. Vielleicht sollte Walter Pradt im Hinblick auf die richtungsweisenden Spiele in nächster Zeit doch über einige tiefgreifendere Änderungen im personellen und taktischen Bereich nachdenken.

16.11.2001

In einem Interview mit der "Bild-Zeitung" bezog "Ex-Coach" Uwe Rapolder Stellung zu seiner Beurlaubung. Ein Grund dafür soll gewesen sein, dass er zu viel "Macht" beim SVW hatte. "Macht kommt von machen, und ich habe in den letzten fast fünf Jahren sehr viel gemacht. Ich möchte nicht wissen, wo der Waldhof ohne mich stehen würde.", so Rapolder.

Auch zu den Vorwürfen über seinen rüden Umgangston mit der Mannschaft äußerte er sich: "Am Anfang meiner Waldhof-Zeit habe ich sicherlich überzogen, aber zum Schluss doch nicht mehr. Ich habe mich im Großen und Ganzen korrekt verhalten. Ich wollte bestimmt niemanden verletzen.". Ihm ist dabei klar, dass manche Spieler mit seinem Führungsstil nicht "klar" kommen. "Mein Führungsstil ist nicht mitarbeiterorientiert, sondern zielorientiert. Die Spieler müssen mich nicht mögen. Ich habe eine gewisse Impulsivität, bin aber auch gutmütig. Ich habe Patenschaften für vier Kinder aus der dritten Welt übernommen. Ich bin kein böser Mensch.", so der "Ex-Coach".

Das Verhalten von Präsident Gaul, der ihm nur zehn Tage vor der Beurlaubung noch das Vertrauen ausgesprochen hatte, hat Rapolder indes nicht enttäuscht: "Ich bin niemandem böse, mache niemandem einen Vorwurf, würde mich damit nur selbst belasten. Ich wünsche dem Waldhof viel Glück.".

Soner Uysal befindet sich derzeit offenbar noch in der Reha. Der Stürmer, der zu Saisonbeginn verpflichtet worden war und bisher aufgrund verschiedener Verletzungen nicht zum Einsatz gekommen ist, soll laut Geschäftsführer Dollmann jedoch Ende November ins Training einsteigen.

13.11.2001

Am ersten Tag nach der "Ära Rapolder" sind vereinzelt weitere Hintergründe für die Beurlaubung von Uwe Rapolder bekannt geworden. Zu den sieben Spielern, mit denen Geschäftsführer Dollmann und Präsident Gaul Einzelgespräche führten, zählten neben Laszlo Klausz wohl auch Achim Hollerieth, Selim Teber, Sascha Licht, Lamine Cissé, Dariusz Pasieka und Bernhard Trares. "Wir haben gesagt, was uns nicht passt, und der Vorstand hat uns klar gemacht, was ihm an uns missfällt.", so Licht. Auch wenn über die genauen Inhalte der Gespräche noch nichts bekannt wurde, ist es wohl kein Geheimnis, das es unter anderem auch um den "Umgangston" von Rapolder ging. Rapolder selbst hatte Hajrudin Catic, Achim Hollerieth, Sascha Licht und Bernhard Trares als "Rädelsführer" in der Mannschaft ausgemacht. Präsident Gaul begründete in der heutigen Pressekonferenz nochmals die Entscheidung. "Wir wollten Uwe Rapolder eine goldene Brücke bauen, aber er war nicht bereit einen Schritt auf die Mannschaft zu machen. Daher fasste das Präsidium den einstimmigen Beschluss der Trennung. Das Ergebnis der Gespräche war, dass es zwischen Mannschaft und Cheftrainer keine Vertrauensbasis mehr gab.", so Gaul. Bei der Suche nach einem neuen Trainer will Gaul nun "in aller Ruhe vorgehen". Vorab sprach sich der Präsident jedoch gegen Neuverpflichtungen in der laufenden Saison aus.

Bei dem heutigen Testspiel gegen die U21-Auswahl aus Weißrussland nahm Walter Pradt zum ersten Mal  als "Interimstrainer" beim SV Waldhof auf der Bank Platz. Das Testspiel wurde durch Tore von  Klausz, Teber und Ivanov mit 3:0 gewonnen. Walter Pradt setzte dabei seinen kompletten Kader ein. Nur Keeper Achim Hollerieth wurde aufgrund einer leichten Sehnenentzündung im linken Ellenbogen geschont. Sein Einsatz in Ahlen ist jedoch nicht gefährdet.

12.11.2001

Die "Ära Rapolder" beim SV Waldhof ist seit heute beendet. Uwe Rapolder wurde gegen 15:30 Uhr mit sofortiger Wirkung vom Verein beurlaubt. Grund hierfür waren neben den negativen Ergebnissen der letzten Spiele wohl auch die Querelen in der Mannschaft. Zuletzt sprachen sieben namentlich nicht genannte Spieler bei Präsident Wilfried Gaul und Geschäftsführer Dollmann vor. Rapolder war über die Entscheidung sehr enttäuscht. "Ich habe 4 1/2 Jahre hier als Trainer gearbeitet. Ich kann erhobenen Hauptes hier rausgehen. Jetzt bin ich der Meinung das es nicht mehr geht. Es tut mir leid, ich wünsche der Mannschaft viel Glück und bedanke mich für die letzten vier Jahre. Ich hatte konkrete Vorstellungen von der Zukunft. Der Verein dachte jedoch nicht, dass die Mannschaft so wieder auf die Erfolgsspur kommt.", so Rapolder. Zu den Gerüchten, er sei von der Mannschaft aus seinem Amt "gemobbt" worden, wollte Rapolder keine Stellungnahme abgeben. "Ich muss mich jetzt erst einmal erholen, das ist meine erste Beurlaubung. Ich habe in den letzten vier Jahren alles gegeben. Ich weiß nicht, wo der Verein jetzt ohne mich stünde. Ich bin jedoch Profi genug, um das zu verarbeiten.", erläuterte der "Ex-Coach". Neben Uwe Rapolder wurde auch Co-Trainer Frieder Sturm beurlaubt. Das Training wird jetzt zunächst von Amateur-Trainer Walter Pradt und Co-Trainer Dariusz Pasieka übernommen.

Die Mannschaft des SV Waldhof wurde heute von Präsident Gaul, Präsidiumsmitglied Kilian und Geschäftsführer Dollmann informiert. "Die Entscheidung ist mir und meinen Präsidiumskollegen nicht leicht gefallen, da wir in den vergangenen viereinhalb Jahren mit Uwe Rapolder gut zusammengearbeitet haben.", so Präsident Gaul.

Offenbar waren auch die zuletzt geführten Einzelgespräche mit verschiedenen Spielern ein Grund für die Beurlaubung von Uwe Rapolder. Die bereits vor einiger Zeit begonnen Einzelgespräche mit dem Team wurden am Freitag mit insgesamt sieben namentlich nicht bekannten Spielern fortgesetzt. Während bei den ersten Gesprächen, bei denen damals als Folge Zdravko Drincic freigestellt wurde, auch Uwe Rapolder zugegen war, saßen nun für den SV Waldhof Geschäftsführer Dieter Dollmann und Präsident Wilfried Gaul mit am Tisch.

Präsident Wilfried Gaul informierte heute den "Ex-Coach" über diverse Gesprächsinhalte. „Dass wir schon mit den Spielern gesprochen haben, weiß Herr Rapolder. Er muss mit Erfolg und Misserfolg leben. Jeder muss einen Schritt machen. Die Mannschaft hat es getan. Ich hoffe, der Trainer tut es auch und wir können es wieder richten“, so Gaul.

Obwohl Gaul die Beteiligten nach den Gesprächen zum Stillschweigen angehalten hatte, wurde Uwe Rapolder jedoch bereits gestern von Journalisten mit den ihm von den Spielern gemachten Vorwürfen konfrontiert. 

Hierbei handelt es sich offenbar unter anderem um seinen „Flirt“ mit dem Hamburger SV, seinen Unfall mit anschließendem Führerscheinentzug sowie seine Trainingsgestaltung und seine Umgangsformen den Spielern gegenüber. Des weiteren wollte sich die Mannschaft über einen Spielerrat (ein solcher existiert jedoch bereits mit Laszlo Klausz, Dariusz Pasieka und Bernhard Trares) mehr Gehör beim Trainer verschaffen.

Auch Rapolder äußerte sich bereits im Vorfeld zu den Vorwürfen: „Ich werde mich ganz sicher nicht zum alleinigen Sündenbock machen lassen. Der Zustand der Mannschaft ist kritisch. Ein Kreis von Spielern versucht, über die Medien Politik zu machen. Das ist für mich ein klarer Vertrauensbruch. Anderen ist dies zuwider. Sie sprechen von linken Bazillen, mit denen sie am liebsten nicht mehr zusammenarbeiten wollen. Einige Spieler glänzen durch Intrigen statt durch Leistung. Die eine Frage ist, ob ich noch Rückhalt im Verein habe, die andere aber, ob Waldhof noch genügend Argumente hat, mich zu halten.“.

Auch Geschäftsführer Dieter Dollmann bezog sich in einer ersten Stellungnahme zu der Beurlaubung von Rapolder auf die zuletzt geführten Gespräche. "Aufgrund der diversen Gespräche, die in den letzten Tagen intensiv geführt wurden, war eine Vertrauensbasis zwischen der Mannschaft und dem Cheftrainer nicht mehr herzustellen.", so Dollmann.

Die Parallelen zur „Abstiegssaison“ 1996/97 waren nunmehr augenscheinlich und nicht mehr zu übersehen. Auch damals gab es Spannungen in der Mannschaft und einige Spieler schienen bewusst nicht an ihr Leistungslimit gehen zu wollen.

Uwe Rapolder hatte am 27.03.1997 die sportliche Verantwortung beim SV Waldhof übernommen. Nach dem Abstieg aus der zweiten Bundesliga führte Rapolder den SVW in der Saison 1998 / 99 zum Wiederaufstieg. Der ebenfalls beurlaubte Co-Trainer Sturm hatte erst zum Saisonbeginn sein Amt beim SVW angetreten.

Walter Pradt wird nun zunächst als Interimstrainer die sportliche Verantwortung übernehmen. Zur Seite steht ihm dabei Dariusz Pasieka.

09.11.2001

Das Heimspiel gegen Reutlingen wurde vom 30. November auf Samstag, den 1. Dezember verlegt. Anstoß im Carl-Benz-Stadion wird um 15:00 Uhr sein. "Wir haben uns um eine Lösung bemüht, auch wenn es nicht ganz unseren Vorstellungen entspricht. Wir wissen aber auch, dass sich hinter den DFL-Terminierungen viele Komponenten wie die Fernsehberichterstattung verbergen. Mit diesem Kompromiss müssen wir eben leben, so SVW-Geschäftsführer Dieter Dollmann.

Am 13.11.2001 bestreitet der SV Waldhof ein Testspiel gegen die U21-Nationalmannschaft der Ukraine. Anstoß am Alsenweg ist um 14:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Christian Fickert hat sich beim Lehrgang der U21-Nationalmannschaft eine Oberschenkelverhärtung zugezogen. Er konnte für den Rest der Woche nicht am Training teilnehmen. Bis zum Spiel in Ahlen soll die Verletzung jedoch auskuriert sein.

Zbigniew Grzybowski ist definitiv noch nicht verpflichtet worden. Die aktuelle Situation um den Transfer des Polen ist immer noch nicht geklärt. Sein letzter Verein, Zaglebie Lubin, soll eine Ablösesumme von rund 1,2 Millionen Mark fordern. Fraglich ist hierbei, ob das berühmte "Bosman-Urteil" auch hier zur Anwendung kommen kann. Derzeit ist noch unklar, ob das Urteil in Polen nur bei Verträgen gilt, die nach dem 01.09. abgelaufen sind. Der Vertrag von Grzybowski endete bereits zum 30.06.2001. Letztendlich könnte diese Frage wohl nur durch die UEFA geklärt werden.

08.11.2001

Laut einer Meldung der "Bild-Zeitung" befindet sich Michel Dinzey (29) derzeit beim SV Waldhof im Probetraining. Dinzey war im Sommer zuletzt von Hannover 96 zu Valerenga Oslo (Norwegen) gewechselt. Er unterschrieb dort einen Vertrag bis zum Saisonende. In Norwegen absolvierte er insgesamt drei Spiele und erzielte dabei ein Tor. Da die Saison in Norwegen nun bereits beendet ist, könnte Dinzey ablösefrei den Verein wechseln. Der Mittelfeldspieler befindet sich laut Uwe Rapolder derzeit im Probetraining, da noch nicht sicher sei, ob der Pole Zbigniew Grzybowski verpflichtet werden könne. Michel Dinzey spielte in Deutschland unter anderem auch für den TSV 1860 München, Hertha BSC Berlin und den VfB Stuttgart. Insgesamt absolvierte er 88 Spiele in der Bundesliga.

Der SV Waldhof wird jedoch gegen die Ansetzung des Heimspiels gegen den SSV Reutlingen am 30. November Widerspruch einlegen. Das Heimspiel würde nach dem derzeitigen Terminplan nur 48 Stunden nach dem Pokalderby gegen den 1. FC Kaiserslautern (28.11.2001) stattfinden.

Der SSV Reutlingen hat ebenfalls bereits gegen die Ansetzung Protest erhoben. Der Terminplan ist somit zunächst nur vorübergehend.

Sebastian Gau und Benjamin Waldecker sind vom DFB zur Sichtung der neuen U20-Nationalmannschaft in Duisburg eingeladen worden.

06.11.2001

In einem Interview mit dem "Mannheimer Morgen" äußerte sich Präsident Wilfried Gaul zur aktuellen Situation beim SVW und zu seinen "Erwartungen" an Coach Uwe Rapolder.  Auf die Frage an Gaul, ob er Uwe Rapolder als Trainer beim SV Waldhof in Frage stelle antworte er: "Nein, Uwe Rapolder stelle ich nicht in Frage. Er bleibt in seiner Verantwortung. Bisher waren stets individuelle Fehler ausschlaggebend für unsere Misserfolge. Ganz klar ist aber auch, dass der Trainer der Mannschaft helfen muss, das gegen Oberhausen so deutlich vermisste Selbstvertrauen wieder zu finden.". Über das magere Unentschieden gegen Oberhausen war Gaul indes enttäuscht. "Darüber ist die Enttäuschung bei mir sehr groß. Gegen einen Konkurrenten im Abstiegskampf mussten unbedingt drei Punkte her.", so der Präsident.

04.11.2001

Der SVW bleibt auch im achten Spiel in Folge sieglos. Gegen Tabellenvorletzten aus Oberhausen gab es nur ein mageres 1:1 Unentschieden. Der SV Waldhof begann druckvoll und versuchte von Beginn an, das Spiel unter Kontrolle zu bringen. Dies gelang jedoch nicht immer, da die Gäste aus Oberhausen immer wieder gefährliche Konter vortrugen. Klausz und Licht vergaben in der ersten Halbzeit die größten Torchancen. In der zweiten Halbzeit verflachte das Spiel dann teilweise. Chiquinho brachte die Gäste in der 66. Spielminute in Führung, als er mit einem Heber den herausgelaufenen Hollerieth überlistete. Nach dem Rückstand war der SVW dann stark verunsichert. In der 71. Minute wechselte Trainer Rapolder dann den eigentlich schon fast "ausgemusterten" Jurij Maximov ein. Maximov war es dann auch, der in der 75. Minute nach einer Flanke per Kopf den Ausgleichstreffer erzielte. Trotz seines Tores bot Maximov jedoch insgesamt wieder einmal eine unterdurchschnittliche Leistung. Der Ausgleichstreffer rüttelte den SV Waldhof zwar noch einmal wach, zum Siegtreffer reichte es jedoch nicht mehr. Insgesamt kann man das Unentschieden wohl als "verdient" bezeichnen. Die Negativserie beim SVW reißt also nicht ab. Sicherlich war wieder ein kleiner "Aufwärtstrend" zu erkennen. Aber in der jetzigen Situation zählt gegen einen direkten Mitkonkurrenten im Abstiegskampf nur ein Sieg. Die Spielweise der Mannschaft ist in der jetzigen Situation nur zweitrangig. Was zählt sind einzig und allein die gewonnen Punkte.  Zumindest in den verbleibenden vier Heimspielen zählt also nun kein "Aufwärtstrend" mehr, sondern nur mindestens 10 Punkte. Ansonsten kann man sich schneller wieder auf die Regionalliga einstellen, als einem lieb ist.

02.11.2001

Oliver Ort ist neuer Fanbeauftragter des SV Waldhof. Er tritt damit die Nachfolge von Joachim Stuck an, der aus beruflichen Gründen zum 31.10.2001 zurückgetreten war. "Stucki" über seine Zeit als Fanbeauftragter: "Wir haben im Team einiges auf den Weg gebracht, uns die Akzeptanz bei der Vereins- und Geschäftsführung sowie den Medien erarbeitet, die Anzahl der Fanclubs von anfangs sechs auf jetzt 32 gesteigert. Die Fankoordination ist ein fester Bestandteil des Vereins geworden.". Seine Tätigkeit im Präsidium wird "Stucki" fortsetzen. "Ich kann wahrscheinlich mehr helfen, wenn ich die Präsidiumsarbeit leiste, entsprechende Anliegen an die richtigen Leute weiterleite. Natürlich stehe ich, wenn man mich um Rat fragt, auch weiterhin zur Verfügung. Nur musste ich einsehen, dass beide Funktionen unter einen Hut zu bekommen für mich zeitlich nicht möglich war.", so Stuck. Als offizieller Nachfolger rückt nun Oliver Ort nach, Eric Wickenhäuser rückt ins "zweite Glied". Zur Unterstützung soll noch ein weitere Fanbetreuer gefunden werden.

Die Jahreshauptversammlung des SV Waldhof Mannheim findet am 22.11.2001 (19:00 Uhr) im Kulturhaus Käfertal statt. Neuwahlen stehen in diesem Jahr keine auf der Tagesordnung. Neben den Berichten des Präsidiums, der sportlichen Leitung und der Abteilungen gilt es einen Satzungsänderungsantrag auf Grundlage der neuen DFL-Statuten zu verabschieden.

Mario Göttlicher und Umut Erdogan wurden zum DFB-Lehrgang der U20-Nationalmannschaft eingeladen. Während des Lehrgangs stehen am 07.11.2001 in Herxheim gegen Italien, sowie am 12.11.2001 im holländischen Heimond gegen die Niederlande auch Testspiele auf dem Programm.

Selim Teber und Christian Fickert wurden zum U21-Sichtungslehrgang der Jahrgänge 1981 / 82 am 5. und 6. November in die Sportschule Duisburg / Wedau eingeladen.

Für das Pokalderby gegen den 1. FC Kaiserslautern (28.11.2001 / 19:30 Uhr) sind auch weiterhin noch einige Eintrittskarten erhältlich. Neben einem Restkontingent für die Haupttribüne können noch Sitzplatzkarten für Block eins der Südtribüne über die Geschäftstelle am Alsenweg erworben werden. Stehplatzkarten sind sowohl am Alsenweg, als auch im Fan-Shop des C-B-S zu den üblichen Geschäftszeiten (9.30 - 12:30 Uhr / 14:00 - 17:30 Uhr) erhältlich.

Der SVW bewies im Rahmen eines Aktionstages in der Weinheimer Kamilian-Schule ein "Herz für Kinder". Der Tag stand unter dem Motto "Sport macht Freunde". Die Grund- und Hauptschule besitzt einen Ausländeranteil von fast 70 Prozent, und so stand das Fest zusätzlich unter dem Motto "Gegen Fremdenfeindlichkeit". Der Pressesprecher des SV Waldhof, Roland Bode, überreichte im Auftrag der SVW-Geschäftsführung zehn Eintrittskarten für ein Heimspiel des SV Waldhof.

 

   Aktuelles Ergebnis:

29.02.08

OL BW - 20. Spieltag

SVW - VfL Kirchheim
2:1

>> Statistik

   Nächstes Spiel:

06.03.08 - 19:30 Uhr

OL BW - 21. Spieltag

S. Kickers II - SVW

Tabelle
  Sp. Pkt.
01. Freiburg II 20 44
02. SV Waldhof 20 44
03. Heidenheim 19 39
04. Ulm 19 39
05. Walldorf 19 38
06. Villingen 19 34
07. Hoffenheim II 20 34
08. Crailsheim 19 32
09. Gmünd 20 31
10. Großaspach 20 28
11. Freiberg 20 25
12. Nöttingen 20 23
13. Bahlingen 20 16
14. Kirchheim 20 14
15. Linx 20 14
16. Schwieberdingen 20 13
17. VfR Mannheim 20 12
18. Schwieberdingen 19 10