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Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges am
01.09.1939 wird die Verbandsrunde in der Gauliga abgesagt und es findet die
kurzfristig ins Leben gerufene "Kriegs-Fußballrunde um den Eisernen Adler"
statt, welche jedoch vorzeitig abgebrochen wird, (der SV Waldhof stand zu
diesem Zeitpunkt gemeinsam mit dem VfR Mannheim an der Tabellenspitze), da
die so genannte "Kriegsmeisterschaft im Fußball" angesetzt worden war. Der
SV Waldhof gewinnt in der Folgezeit die Nordbadische Kriegsmeisterschaft
sowie im Anschluss daran auch die Badische Kriegsmeisterschaft.
In den Spielen um die Deutsche Meisterschaft
erreicht der SV Waldhof das Halbfinale, wo man mit 1:3 dem späteren Meister
Schalke 04 unterliegt. Im Spiel um den dritten Platz, welches am 21.07.1940
im Berliner Olympiastadion als Vorspiel zum Endspiel zwischen Schalke 04 und
dem Dresdner SC ausgetragen wird, trennen sich der SV Waldhof und Rapid Wien
vor 80.000 Zuschauern mit 4:4. Das eine Woche später ausgetragene
Wiederholungsspiel kann dann Wien mit 5:2 für sich entscheiden.
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Fischer (SV Waldhof) klärt vor Binder (Rapid Wien). |
Eine weitere Szene aus diesem Spiel. |
Am 20.10.1939 stirbt Otto Siffling im Alter von nur 27
Jahren an einer Rippenfellentzündung. Er stand in der legendären "Breslau-Elf", jener deutschen
Nationalmannschaft, die am 16. Mai 1937 in Breslau die Nationalmannschaft
von Dänemark mit 8:0 besiegte, wobei alleine Siffling zwischen der 33. und
65. Spielminute 5 Tore beisteuerte. In 31 Länderspielen erzielte er
insgesamt 17 Tore für Deutschland und erreichte bei der Weltmeisterschaft 1934 in Italien
mit der Nationalmannschaft den dritten Platz.
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Otto Siffling |
Otto Siffling (links) in Aktion. |

Otto Siffling (4. von rechts) in der Elf, die am 16.05.1937
in Breslau gegen Dänemark mit 8:0 gewann.
Im Tschammerpokal der Saison
1939 erreicht der SV Waldhof nach Siegen bei Admira Wien (0:1 - der erste Sieg
einer deutschen Vereinsmannschaft in Wien), bei Eintracht Frankfurt (0:1 n.V.),
gegen den VfL Osnabrück (4:0) und gegen den Hamburger SV (6:2) das Halbfinale
gegen Wacker Wien, welches am 31.03.1940 vor 25.000 Zuschauern in Mannheim 1:1
nach Verlängerung endet. Im Wiederholungsspiel eine Woche später im Wiener
Praterstadion führt Wien nach 14 Spielminuten bereits mit 2:0, ehe dem Waldhöfer
Erb durch Tore in der 72. und 81. Minute noch der Ausgleich gelingt. In der
Verlängerung fallen keine Tore mehr so dass ein weiteres Entscheidungsspiel
notwendig wird, welches am 14.04.1940 in München stattfindet. Da hier auch nach
Ende der Verlängerung keine Tore gefallen waren, musste das Los entscheiden,
wobei der SV Waldhof das glücklichere Ende für sich hatte und in das Finale
einzog.
Im Finale, das am 28.04.1940 ausgetragen wird,
verliert die von Prof. Dr. Otto
Neumann trainierte Mannschaft vor 60.000 Zuschauern im Berliner
Olympiastadion gegen den 1. FC Nürnberg mit 0:2.
Die Aufstellungen im Endspiel:
SV Waldhof:
Fischer, Schneider, Siegel, Maier, Heermann, Ramge, Eberhard, Fanz,
Erb, Pennig, Günderoth
1. FC Nürnberg:
Köhl, Billmann, Ueberlein I, Luber, Sold, Carolin, Gußner, Eiberger,
Ueberlein II, Pfänder, Kund
Tore:
1:0 Eiberger (46.), 2:0 Eiberger (85.)
Schiedsrichter:
Carl
Schütz (Düsseldorf)

Von links nach rechts: Pennig, Siegel, Günderoth, Eberhard,
Fanz, Maier, Schneider, Erb, Ramge, Fischer, Heermann

Eine Szene aus diesem Spiel.
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