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Es sollte eigentlich ein ganz normales Spiel in der Oberliga
Baden-Württemberg werden, doch einigen "Fans" auf der Ost-Tribüne ist
es zu verdanken, dass die Partie gegen den 1. FC Pforzheim als
unrühmlicher Höhepunkt der bisherigen Saison angesehen werden kann!
Zunächst zum sportlichen Teil: Der SV Waldhof ging durch einen von Jean-Pierre
Rubio-Sanchez verwandelten Foulelfmeter bereits in der 6.
Spielminute in Führung, war jedoch in der Folgezeit nicht in der Lage,
die sich bietenden Räume gegen eine zunächst stark verunsichert
wirkende Pforzheimer Mannschaft zu nutzen.
Dies lag auch daran, dass
vom Mittelfeld, in dem sowohl Kapitän
Alexander Göhring als auch zunächst Hakan
Atik verletzungsbedingt bzw. angeschlagen fehlten, keinerlei
Impulse ausgingen und auch die restlichen Mannschaftsteile nicht
gerade mit Ideen und übermäßigem Einsatzwillen glänzten. So kamen die
Gäste gegen Ende der Halbzeit immer mehr auf und hatten ihrerseits
einige wenige gefährliche Szenen am Strafraum des SVW...
In der Halbzeitpause reagierte dann Coach Viktor Olscha. Für den
erneut schwachen Maurizio Gaudino und Angelo Lucchese kamen Hakan Atik und Benjamin Waldecker in die Begegnung.
Doch auch diese Maßnahme brachte keinen Erfolg. Der SV Waldhof agierte
weiterhin pomadig und ideenlos, derweil der Tabellenvorletzte (!) aus
Pforzheim zunehmend besser ins Spiel kam und wohl langsam aber sicher
ahnte, dass heute in Mannheim etwas zu holen war. So kam es dann, wie
es wohl kommen musste. In der 59. Spielminute vertändelt Dennis Mackert als in diesem Moment
letzter Mann den Ball, ein Pforzheimer Akteur dringt in den Strafraum
ein, kann nur durch ein Foul gestoppt werden und den anschließenden
Elfmeter verwandelt Nico Chatzis sicher.
Der SV Waldhof versuchte nun seinerseits, das Heft in die Hand zu
nehmen, kam in seinen Bemühungen jedoch selten weiter als bis an den
Strafraum der Gäste, die sich nun geschickt zurückzogen und in der
Folgezeit durch einige gefährliche Konter mehr Chancen hatten, als der
SVW im gesamten Spiel! Selbst als Pforzheim in den letzten 15 Minuten
durch eine gelb-rote Karte auf 10 Spieler dezimiert eigentlich nur
noch das Ergebnis über die Zeit retten wollte, kamen die
Blau-Schwarzen zu keiner (!) Torchance mehr. Bezeichnend für den wohl
schwächsten Auftritt in einem Heimspiel in dieser Saison war auch die
Tatsache, dass sich nach der Auswechslung von Viktor Göhring bei diversen
Standardsituationen kein Spieler zunächst dafür zuständig fühlte,
diese auch auszuführen So brauchte die Mannschaft einmal fast eine
Minute um einen Spieler auszudeuten, der letztendlich einen Eckball
ausführen sollte!
Der peinliche Höhepunkt dieser Begegnung und auch der bisherigen
Saison sollte jedoch leider noch folgen. In der 90. Spielminute dringt Ken Asaeda, von dem ansonsten eigentlich
wenig zu sehen war, in den Strafraum der Gäste ein und kommt dort, von
mehreren Gegenspielern bedrängt, zu Fall. Dass der Schiedsrichter
daraufhin auf Eckball, anstatt auf Elfmeter entscheidet, nehmen dann
einige Dutzend "Fans" auf der Ost-Tribüne zum Anlass, die Zäune zu
erstürmen und sowohl den Schiedsrichter, als auch die Pforzheimer
Spieler mit diversen Gegenständen (Feuerzeuge, Getränkebecher etc...)
zu "bombardieren". Als daraufhin ein Pforzheimer, scheinbar von einem
Gegenstand getroffen, zu Boden geht, pfeift Schiedsrichter Lange, der
Sekunden zuvor noch 3 Minuten Nachspielzeit (!) angezeigt hatte, die
Partie ab und flüchtet zusammen mit seinen Linienrichtern in die
Kabine. So bekam er nicht mit, dass sich in den folgenden Minuten eine
Massenrangelei (um es einmal gelinde auszudrücken) zwischen diversen
Spielern und Betreuern beider Mannschaften entwickelte, in der es
offenbar auch zu diversen Handgreiflichkeiten von beiden Seiten kam.
Da anzunehmen ist, dass der Schiedsrichter über die Vorfälle am Ende
des Spiels einen entsprechenden (Sonder)Bericht verfassen wird, darf
man auf die Konsequenzen für den SV Waldhof (Geldstrafe?) gespannt
sein. Auf alle Fälle haben gewisse "Fans" dem Ansehen des Vereins in
der Öffentlichkeit durch ihr Verhalten wieder einmal einen Bärendienst
erwiesen und der eigenen Mannschaft diesmal auch noch die Chance
verbaut, vielleicht in der Nachspielzeit doch noch zum Sieg zu kommen!
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