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Es
war mal wieder ein "Zittersieg". Mit einem 2:1-Heimsieg gegen die
zweite Mannschaft der
TSG Hoffenheim
sichern die Blau-Schwarzen ihren Platz in der Spitzengruppe der
Oberliga Baden-Württemberg. Dabei begann der SVW vor 2.720 Zuschauern
mit viel Schwung. Bereits wenige Sekunden nach dem Anpfiff traf
Jean-Pierre Rubio-Sanchez im Straftraum
nach eine Hereingabe den Ball nur unsauber. Der Torjäger verletzte
sich bei dieser Aktion allerdings und musste in der 14. Spielminute
ausgewechselt werden. Für ihn kam
Umut
Erdogan ins Spiel. In den ersten zwanzig Minuten konnte keine der
beiden Mannschaften Akzente setzen. Häufig wurden die Bälle bereits im
Mittelfeld verloren. Gute Torchancen ergaben sich nicht. Der erste
wirkliche "Höhepunkt" der Partie folgte in der 25. Minute als
Schiedsrichter Merkelbach nach einem Zweikampf im Waldhof-Strafraum auf
Elfmeter entschied. Alexander Welz verwandelte den Strafstoß zur
Führung für die Gäste. Der SV Waldhof war vom Rückstand sichtlich
geschockt, versuchte aber dennoch die Gäste unter Druck zu setzen.
Acht Minuten nach dem Rückstand kam
Asaeda
im Strafraum der Gäste zu Fall. Wieder zögerte der
Unparteiische keine Sekunde und entschied auf Elfmeter. Auch als
Waldhof-Fan muss man jedoch eingestehen, dass im vorangegangenen
Zweikampf eigentlich kein Foul des Hoffenheimers zu erkennen war. Was
soll's ...
Viktor Göhring
(Foto) trat an und verwandelte den Elfer sicher.
In der zweiten Halbzeit bot sich den Zuschauern zunächst das gleiche
Bild wie noch in den ersten 45 Minuten. Die Angriffe beider
Mannschaften endeten spätestens am Strafraum, zumeist wurden die Bälle
jedoch bereits im Mittelfeld leichtfertig vergeben. Beim SV Waldhof
hatte heute
Viktor Göhring nur
selten mit seinen Pässen "Glück", meistens landete der Ball bei einem
Gegenspieler.
Die bis dahin beste Torchance des gesamten Spiels hatten dann aber die
Gäste. Ein Hoffenheimer Spieler drang in den Strafraum ein und zog aus
gut 10 Metern ab, doch Waldhof-Keeper
Adis Ferhatovic konnte den Schuss mit einer grandiosen Reaktion
parieren. Auch im Nachschuss hatten die Hoffenheimer kein "Glück", er
blieb in der Abwehr hängen.
Die Blau-Schwarzen kämpften zwar, konnten sich jedoch insbesondere im
Strafraum der Gäste kaum durchsetzten. Fast jeder Angriff wurde
spätestens an der 16-Meter-Linie abgefangen. Wenn dann doch einmal
eine Flanke oder ein Zuspiel den Strafraum erreichte, waren die Bälle
meist einfach zu ungenau gespielt um von den Stürmern verwertet zu
werden. Eigentlich zeichnete sich wie bereits beim letzten Heimspiel
gegen Pforzheim ein Unentschieden ab.
In der 77. Spielminute folgte dann ein Freistoss für den SV Waldhof.
Der eingewechselte
Maurizio Gaudino
führte aus und der Ball flog in hohem Bogen in die rechte
Strafraumseite der Gäste, wo
Viktor
Göhring bereit stand um per Kopfballverlängerung
Gilles Ekoto-Ekoto in Spiel zu bringen.
Der Franzose machte das, wofür er "bezahlt" wird und erzielte aus
kurzer Distanz das 2:1 für die Blau-Schwarzen. Nun kannte der Jubel im
C-B-S natürlich keine Grenzen mehr.
In der verbleibenden Spielzeit zog sich die Mannschaft von
Waldhof-Coach Viktor Olscha nun weiter zurück. Lediglich
Stefan Egger hätte per Freistoß noch auf
3:1 erhöhen können, sein Schuss verfehlte das Tor der Gäste jedoch
knapp. Die TSG
Hoffenheim II warf nun zwar noch einmal alles nach vorne, bis auf
eine halbe Torchance wurde es jedoch nicht mehr gefährlich. So blieb
es am Ende bei einem alles in allem glücklichen Heimsieg.
Durch die häufigen Ballverluste im Mittelfeld machten sich die
Blau-Schwarzen heute das Leben selbst schwer. Gerade in der ersten
Halbzeit versuchte man es zudem zu oft mit hohen Bällen auf die
Sturmspitzen, anstatt mit schnellem Kurzpassspiel die Abwehrformation
der Gäste auszuhebeln. Da der
FC Nöttingen
sein Heimspiel gegen Ludwigsburg ebenfalls gewann (3:0), war der Sieg
heute immens wichtig um vor der Winterpause nicht noch Boden im Kampf
um die Meisterschaft zu verlieren.
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