Ferhatovic, Waldecker, Reuter, Corrochano, Klaus (31. Göttlicher), Kocak,
Asaeda
(66. V. Göhring), Ekoto-Ekoto (58. Stanic), Chatzis, Atik, Rubio-Sanchez |
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Der SV
Waldhof kassiert gegen den
SGV Freiberg eine bittere 2:3-Niederlage und konnte so die
Tabellenführung in der Oberliga nicht zurückerobern. Zum Spiel gegen
die abstiegsbedrohten Freiberger waren 2.790 Zuschauer ins
Carl-Benz-Stadion gekommen. Die
Blau-Schwarzen erspielten sich von Beginn an zwar ein optisches
Übergewicht, schaffte es aber nur selten die gut sortierte Abwehr der
Gäste unter Druck zu setzen. Die Gäste aus
Freiberg spielten betont defensiv und fielen zumeist nur durch
harte Foulspiele auf, die der desolate Schiedsrichter Kirar viel zu
selten mit einer gelben Karte bestrafte. Brauchbare Torchancen waren
in der ersten halben Stunde Mangelware. Wie so oft gestaltete sich der
Spielaufbau des SVW meistens zu pomadig, um schnell und gefährlich in
den Strafraum der Gäste einzudringen. Zwar wurde im Mittelfeld meist
gut und sicher kombiniert, spätestens zwanzig Meter vor dem Freiberger
Tor wurden die Angriffe jedoch abgefangen. In der 32. Spielminute
durften die Zuschauer dann jedoch das erste Tor für den SV Waldhof
bejubeln. Gilles Ekoto-Ekoto war bei
einem Eckball zur Stelle und erzielte mit einem gut platzierten
Kopfball den Führungstreffer. War nun der Knoten bei den
Blau-Schwarzen geplatzt? Keineswegs, denn eine Minute vor der Halbzeit
glich Kuch nach einem Freistoss für die Gäste aus. Vorangegangen war
wieder einmal ein kapitaler Stellungsfehler in der Abwehrreihe des
SVW. So stand es zur Pause nur 1:1.
In der zweiten Halbzeit kamen die Gäste besser ins Spiel, während bei
den Blau-Schwarzen zunächst auch noch der letzte Rest einer
spielerischen Linie verloren ging. Zur wirklich brauchbaren Torchancen
kam Freiberg letztlich aber nicht. Bei der Mannschaft von Viktor
Olscha lief in der ersten Viertelstunde der zweiten 45 Minuten so gut
wie nichts zusammen. Erst dann fing sich die Mannschaft wieder.
Nach einer perfekten Vorlage des eingewechselten
Slaven Stanic erzielte
Kenan Kocak in der 69. Spielminute
schließlich den erneuten Führungstreffer für den SV Waldhof. Doch wer
glaubte, der SVW würde nun endgültig die Oberhand gewinnen, der sollte
negativ überrascht werden. Freiberg warf nun alles nach vorne und
drängte auf den Ausgleich. Da die Gäste für dieses Unterfangen Ihre
Abwehrarbeit etwas vernachlässigen mussten, boten sich dem SVW einige
erstklassige Konterchancen. Die beste Möglichkeit, dass Spiel
endgültig zu entscheiden vergab wohl
Rubio-Sanchez, als er freistehend aus gut fünf Metern über das Tor
schoss.
Doch auch Freiberg hatte gute Möglichkeiten. So klatsche ein Kopfball
nach einer Ecke nur an den Pfosten des Waldhof-Gehäuses. Der Druck der
Gäste wurde immer größer und es folgte eine turbulente Schlussphase.
Es ist einfach unverständlich, warum sich der SVW in der Schlussphase
in die eigene Hälfte drängen ließ und nicht in der Lage war, dass
Spiel zu beruhigen. So kam es, wie es kommen musste. Nach einem
Eckball in der Nachspielzeit stocherte Yildiz aus kurzer Distanz den
Ball zum Ausgleich für die Gäste über die Linie. Dieser Aktion war
allerdings ein klares Handspiel eines Spielers
der Gäste vorausgegangen. Betrachtet man die miserable Leistung des
Schiedsrichters am heutigen Tag, so ist es jedoch nicht verwunderlich,
dass das Handspiel nicht geahndet wurde. Die Blau-Schwarzen warfen nun
ihrerseits alles nach vorne um doch noch die wichtigen drei Punkte
einzufahren. Doch nicht etwa der SVW erzielte noch ein Tor, sondern die
Gäste waren es, die mit dem letzten Angriff des Spiels erneut
zuschlugen. Erneut Yildiz war es, der freistehend vor Waldhof-Keeper
Ferhatovic den 2:3-Endstand
erzielte.
War's das nun schon mit dem Aufstieg in die Regionalliga? Gemessen an
der Leistung im heutigen Spiel ist das doch sehr wahrscheinlich. Man
schaffte es einfach nicht, die Gäste dauerhaft unter Druck zu setzen.
Viel zu oft agierten die Blau-Schwarzen mit hohen Bällen, dabei hatten
die Gäste mit vielen kopfballstarken Abwehrspielern klar die
"Lufthoheit" im Strafraum. Und warum schaffte man es nicht, dass Spiel
nach der erneuten Führung zu beruhigen? So fehlt alles in allem am
Ende wohl der entscheidende "Tick", um in die dritthöchste Spielklasse
aufzusteigen. Natürlich war die Leistung des Schiedsrichter heute eine
absolute Frechheit. Doch auch das darf nicht als Entschuldigung
herhalten denn genügend Chancen, dass Spiel zu entscheiden, waren da. Auch
die Defensivabteilung des SVW wieder einmal zu oft unsortiert und praktisch jede hohe Hereingabe in den Strafraum des SVW sorgte für
Gefahr. Und auch wenn Adis Ferhatovic
auf der Linie sicherlich nur schwer zu bezwingen ist, ab und an sollte
er auch versuchen eine Flanke oder einen Eckball abzufangen.
Doch nicht nur über die sportliche Situation kann man im Moment nur
den Kopf schütteln. So schafften es zwei "Fans", dass der
Schiedsrichter das Spiel beinahe abgebrochen hätte, denn wieder einmal
waren Gegenstände auf das Spielfeld geworfen worden. Wann kapieren
endlich alle, dass man mit solchen Aktionen nur dem eigenen Verein
schadet? Aber das war nur ein weiterer Grund, dass C-B-S heute mit
einem Kopfschütteln zu verlassen... |