|
Ferhatovic, Waldecker, Reuter, Göttlicher, Klaus, Asaeda (84. Erdogan), A.
Göhring, V. Göhring (60. Chatzis), Stanic (46. Ekoto-Ekoto), Atik,
Rubio-Sanchez |
|
Mit einem klaren und hochverdienten 3:0-Heimsieg verabschiedeten sich
die Blau-Schwarzen gestern im letzten Heimspiel dieser Saison. Am Ende
sollte es ein verwandelter Elfmeter von Waldhof-Keeper Adis Ferhatovic sein, der den 3:0-Endstand sicherstellte. Welchen Wert der
Sieg am Ende jedoch haben wird, ist indes mehr als fraglich. Zwar hat
der SVW nun wieder die Tabellenführung übernommen, doch alle drei
direkten Mitkonkurrenten haben es am letzten Spieltag selbst in der
Hand, die Blau-Schwarzen noch zu überholen. Die Partie gegen
Au / Iller
begann die Mannschaft von Waldhof-Coach Viktor Olscha äußerst
druckvoll. So vergaben Viktor
Göhring und Hakan Atik schon in den
ersten Minuten der Begegnung zwei hochkarätige Torchancen. Die Gäste
hingegen kamen nur selten über die Mittellinie und waren vornehmlich
auf die Absicherung des eigenen Tores bedacht. Der SV Waldhof fand
jedoch häufig einen Weg durch die unsichere Au-Abwehr. Nachdem
Ken Asaeda bereits eine gute
Möglichkeit vergeben hatte, machte er es in der 21. Spielminute
besser, als er einen Eckball per Volleyschuss zum Führungstreffer
abschloss. Neun Minuten später war
Viktor Göhring zur Stelle
und erzielte per Kopf das 2:0. Kurz zuvor hatten die Gäste, die nach
dem 2:0 versuchten etwas offensiver zu agieren, eine gute Torchance
zum Ausgleichstreffer vergeben. In der 39. musste sich Waldhof-Keeper
Ferhatovic dann jedoch geschlagen
geben, doch der vermeintliche Kopfballtreffer des Auers
Trouerbach wurde vom Schiedsrichtergespann wegen einer Abseitsstellung
nicht anerkannt. Bei der Vielzahl an Möglichkeiten hätte es zur Pause
gut und gerne schon 4:0 stehen können. Aufgrund der schlechten
Chancenverwertung begab man sich jedoch "nur" mit einer 2:0-Führung in
die Kabine.
Auch in der zweiten Halbzeit waren die Blau-Schwarzen der
Spielvereinigung Au/Iller in allen Belangen überlegen. Die zweiten 45
Minuten waren gerade angepfiffen worden, schon hatte der SVW die
Chance, die Führung auszubauen. Nach einem Foul an
Viktor Göhring entschied
Schiedsrichter Bilek auf Elfmeter. Hakan
Atik übernahm die Verantwortung, scheiterte jedoch am Torwart der
Gäste, der auch den Nachschuss noch parieren konnte. Doch gerade als
sich die "Aufregung" über den vergebenen Elfmeter aufbauen wollte,
entschied der Unparteiische, den Strafstoss wiederholen zu lassen. Ein
Abwehrspieler der Gäste war zu früh in den Strafraum gelaufen. Zur
Wiederholung trat Rubio-Sanchez an,
doch auch sein Schuss wurde vom Auer Torwart pariert. Selten hat man
als Zuschauer das "Glück", zwei vergebene Elfmeter in wenigen Minuten
zu erleben...
Der Auer Spielmacher Bachthaler
konnte sich
mit der Entscheidung des Schiedsrichters, den Elfmeter noch einmal
ausführen zu lassen, nicht anfreunden und begann eine Diskussion mit
dem Unparteiischen, die schließlich mit der Roten Karte für Bachthaler
ihr Ende fand. Die Gäste waren nun also nicht nur hoffnungslos
unterlegen, sondern auch noch in Unterzahl.
Weitere Großchancen für den SVW waren auch in der Folgezeit keine
Mangelware. Leider schafften es die Blau-Schwarzen aber wie bereits in
der ersten Halbzeit nicht, die sich bietenden Chancen in Tore
umzuwandeln. Asaeda und
Ekoto-Ekoto vergaben dabei die wohl
besten Möglichkeiten. Es folgte die 81. Spielminute und ein erneutes
Foul der Gäste im eigenen Strafraum. Wieder hatte der Schiedsrichter
keine andere Wahl, als auf Elfmeter für den SV Waldhof zu entscheiden.
Doch dieses Mal trat kein Feldspieler, sondern Waldhof-Keeper
Adis Ferhatovic an. Er schaffte,
wozu Atik und
Rubio-Sanchez eine gute halbe Stunde zuvor nicht in der Lage
gewesen waren und verwandelte den Strafstoss sicher zum 3:0 (>>
Video). Gut zwei Minuten vor dem Abpfiff landete ein abgefälschter
Schuss von
Alexander Göhring schließlich
noch auf der Querlatte des Auer Tores. Am Ende blieb es somit bei
einem hochverdienten Heimsieg, der allerdings um einige Tore zu tief
ausgefallen ist.
Ohne aus eigener Kraft noch etwas für den Aufstieg tun zu können, geht
der SV Waldhof nun also als Tabellenführer in den letzten Spieltag
dieser Saison.
Nöttingen,
Crailsheim und die
KSC Amateure können die Blau-Schwarzen jedoch alle aus eigener
Kraft noch überholen. Zu allem Übel besitzt der SVW auch noch das
schlechteste Torverhältnis in der Spitzengruppe. Zumindest daran hätte
man beim Heimspiel gegen
Au / Iller etwas
ändern können. Die wohl beste Ausgangsposition besitzt wohl der
FC Nöttingen,
dem bereits ein Unentschieden beim Auswärtsspiel in Weinheim reicht,
um dem SVW die Spitzenposition wieder abzunehmen. Realistisch gesehen
besteht also kaum eine Chance, dass die Blau-Schwarzen am Ende ganz
oben stehen werden. |