>> News-Archiv
>> Saison
>> Team
>> Verein
>> Waldhof II
>> Archiv
>> Community
>> Home

 SV Waldhof II

 Aktuelles Ergebnis:

<02.03.08>

LL - 20. Spieltag

FV Brühl - SVW II
1:3

>> Statistik
 
 

 
12.12.1999
Kickers Offenbach - SV Waldhof 1:1
Aufstellung:

Todericiu, Cissé, Santos, Pasieka, Krauss, Ning (64. Teber), Vincze, Montero, Protzel (76. Rehm),

Licht (76. Wassmer), Klausz
Zuschauer:
14.000
Tore:
1:0 Vladoiu (10.)
1:1 Wassmer (93.)
Schiedsrichter:
Gagelmann (Bremen)
Gelbe Karten:
Ning, Licht, Vincze, Montero, Klausz
 

Viel hat wahrlich nicht gefehlt und der SV Waldhof hätte zwar wieder einmal ein Spiel über weite Strecken bestimmt gehabt, hätte jedoch am Ende wieder mit leeren Händen dagestanden. Und das wäre dann wohl vor allen Dingen einem "Maulwurf im OFC-Trikot" (O-Ton Uwe Rapolder) zuzuschreiben gewesen.

Zum Spiel: Beim SV Waldhof agierte diesmal wieder wie gewohnt der im Heimspiel gegen Energie Cottbus gesperrte Lamine Cissé auf der Außenbahn in der Vierer-Abwehrkette, derweil den Part auf der gegenüberliegenden Abwehrseite erneut Raphael Krauss einnahm. Für ihn musste Rüdiger Rehm mit der Bank Vorlieb nehmen. Für den gelb-rot gesperrten Mounir Boukadida spielte diesmal Dariusz Pasieka in der zentralen Abwehrposition neben Vilmar Santos. Wie gewohnt zeigte der SVW keinen Respekt vor der "Hölle Bieberer Berg", nahm das Spiel vom Anpfiff weg in die Hand und kam bereits in der 2. Minute zu einer ersten guten Gelegenheit durch den wieder sehr kampfstarken Werner Protzel, dessen Hereingabe von der linken Seite des Fünf-Meter-Raumes jedoch keinen Abnehmer fand. Nicht nur in dieser Situation wäre es vielleicht besser gewesen, wenn er den direkten Weg zum Tor gesucht hätte. Nur drei Minuten später war es erneut Werner Protzel, der aus nahezu der gleichen Position wieder nicht den direkten Torschuss wagt, sondern es erneut mit einer flachen Hereingabe versucht, die auch diesmal ins leere ging. Auch in den folgenden Minuten war der SV Waldhof, vor allem im spielerischen Bereich, die klar bessere Mannschaft und wieder nur 4 Minuten später hatte Werner Protzel die nächste gute Gelegenheit aus nahezu wieder der gleichen Position, doch als auch diesmal wieder viele mit einem direkten Torschuss rechneten, entschied er sich zum dritten Mal für eine Hereingabe, die auch diesmal, von wegen aller guten Dinge sind drei, keinen Abnehmer fand. Hätte Protzel auch nur etwas vom sogenannten "Killer-Instinkt" vor dem Tor, er hätte das Spiel frühzeitig entscheiden können. Nicht nur in dieser Situation fiel jedoch wieder einmal auf, daß der SV Waldhof, vor allen Dingen bei Zuspielen und Hereingaben in den Strafraum des Gegners, viel zu überhastet und unüberlegt agiert und sich so die besten Chancen selbst zunichte macht. Von den Gastgebern aus Offenbach, die ihre Stärken sicherlich mehr im kämpferischen Bereich haben, war bis zu diesem Zeitpunkt außer "Kick and Rush" eigentlich wenig zu sehen, zumal auch die Abwehr des SV Waldhof vom wie gewohnt umsichtigen Vilmar Santos glänzend organisiert wurde. Um so überraschender fiel dann quasi im Gegenzug in der 10. Minute das 1:0, das wohl als eines der kuriosesten Tore in die Geschichte eingehen und noch in so manchem Jahresrückblick zu sehen sein wird. Der folgende lange Abschlag des Offenbacher Keepers Curko kommt in den Strafraum des SV Waldhof, Marius Todericiu will ihn aufnehmen, der Ball springt wohl auf eine Art Maulwurfshügel, ändert so rapide seine Richtung, der verblüffte Todericiu rutscht zu allem Übel auf dem katastrophalen Rasen aus, der Ball geht an ihm vorbei, läuft weiter in Richtung des nun leeren Tores, der Offenbacher Vladoiu setzt nach, Dariusz Pasieka kann ihm nicht folgen und so kann Vladoiu unbedrängt abstauben, was den vorherigen Spielverlauf nahezu auf den Kopf stellte. Der SV Waldhof zeigte sich in der Folgezeit nur kurz geschockt, hatte auch weiterhin die bessere Spielanlagen, kam jedoch um, es vorwegzunehmen, bis zur Halbzeitpause zu keiner zwingenden Torchance mehr. Zumeist lief zwar im Mittelfeld, wo Ottó Vincze sich sehr bemüht zeigte, jedoch mit den schlechten Platzverhältnissen merklich zu kämpfen hatte, der Ball schön über mehrere Stationen Wenn es jedoch dann daran ging, in die Nähe des gegnerischen Tores zu kommen und den entscheidenden Pass in die Spitze zu spielen, zeigte sich, neben der mangelhaften Chancenauswertung, die leider schon gewohnte Schwäche des SV Waldhof. Der wiederum mit enormem Einsatz spielende Laszlo Klausz konnte einem, ob der vielen Flanken die da ins Tor- oder Seitenaus segelten, fast schon ein wenig leid tun. Wenn man schon einen kopfballstarken Stürmer wie ihn in seinen Reihen weiß, sollte man zumindest in Ansätzen in der Lage sein, diesen auch mit einigermaßen verwertbaren Flanken zu versorgen. Was an diesem Nachmittag jedoch zum Beispiel von Zhou Ning, dem diesmal wohl schwächsten Spieler in blau-schwarz, in dieser Hinsicht abgeliefert wurde, glich, man muss es so krass ausdrücken, fast schon einem Trauerspiel. Auch hier sollte Uwe Rapolder in der Winterpause den sprichwörtlichen Hebel ansetzen. Doch zurück zum Spiel. Der OFC agierte nun geschickt aus einer massiven Verteidigung, zog sich mitunter weit zurück und lauerte auf Konter, um so daß Spiel vorzeitig zu entscheiden. Zu nennenswerten Torchancen kamen die Gastgeber jedoch zunächst nicht. Dies sollte sich jedoch in der 45. Minute ändern. Lamine Cissé bleibt nach einem Foul auf der rechten Seite des Mittelfeldes liegen. Der schwache Schiedsrichter Gagelmann unterbricht das Spiel jedoch nicht bzw. lässt nicht die Betreuer des SV Waldhof auf den Platz, der Ball kommt auf die linke Strafraumseite des SV Waldhof, der Offenbacher Simon gibt ihn flach in die Mitte, dort steht wieder Vladoiu, doch David Montero, erneut einer der besten Spieler in Reihen des SVW, kann ihn noch entscheidend stören, so dass Vladoius Abstauberversuch weit über das Tor geht. So ging es mit einem aus Sicht des SV Waldhof unverdienten Rückstand in die Kabinen.

Auch in der zweiten Halbzeit bot sich zunächst das gewohnte Bild. Der SV Waldhof dominierte zwar auch weiterhin spielerisch die Partie, agierte jedoch, wie schon in der ersten Halbzeit, im Spiel nach vorne viel zu harmlos. Die wohl beste Chance bot sich Lamine Cissé, der jedoch eine Volley-Abnahme nach vorherigem Doppelpass nicht voll traf, worauf der Ball eine leichte Beute für OFC-Keeper Curko wurde. Die Gastgeber behielten verständlicherweise größtenteils ihre Kontertaktik bei und kamen bis auf diverse Fernschüsse zu keinen nennenswerten Torchancen. Positiv beim SV Waldhof fiel, nicht nur in dieser Phase, erneut der so lange verletzte Raphael Krauss auf, der nicht nur seinen Part in der Abwehr zumeist souverän bewerkstelligte, sondern auch im Spiel nach vorne so manchen Akzent setzte. Das Spiel verflachte nun etwas und man hatte irgendwie nie das Gefühl, daß der SV Waldhof alsbald den Ausgleich erzielen könnte. Einfach viel zu ungenau und selten konstruktiv wurde da in der Nähe des gegnerischen Tores agiert. So war es dann der OFC, der in der 65. Minute zur ersten guten Gelegenheit in dieser Halbzeit kam. Nach einem weiten Pass in die Hälfte des SV Waldhof läuft der Offenbacher Maier frei auf Marius Todericiu zu, zieht aus ca. 11 Metern ab und Todericiu kann den Ball gerade noch mit einem tollen Reflex haarscharf um den Pfosten lenken. In der Folgezeit verstärkte der SV Waldhof dann endlich den Druck und kam erneut zu einigen guten Aktionen im Strafraum des OFC, die aber leider wiederum ohne zählbares Ergebnis blieben und nicht zu erwähnenswerten Chancen führten. Offenbach kam in der Folgezeit zu einigen guten Konterchancen, die jedoch allesamt von der gut agierenden Hintermannschaft des SV Waldhof zunichte gemacht, oder aber glücklicherweise vergeben wurden. So nahm die Dramatik, die in dieser Form wohl nur der Fußball bietet, ihren Lauf. Etwa ab der 80. Minute startete der SVW dann so etwas wie eine Schlussoffensive und stürmte nun in der Folgezeit sozusagen mit "Mann und Maus" in Richtung Tor des OFC. In der 90. Minute scheitert der eingewechselte Rüdiger Rehm mit einem tollen Flugkopfball aus ca. 7 Metern am gut reagierenden Curko. Das war es dann wohl gewesen, das war die Chance zum Ausgleich, dachte wohl jeder, zumal Schiedsrichter Gagelmann immer wieder zur Uhr blickte und die Zuschauer, so sie denn Anhänger des OFC waren, frenetisch den Schlusspfiff forderten. Nachdem zuvor von Seiten des Schiedsrichters vier Minuten Nachspielzeit angezeigt wurden, legte sich dann Ottó Vincze unter einem lautstarken Pfeifkonzert in der 93. Minute den Ball zur wohl letzten Eckball des Spiels zurecht. Diese kommt auf die rechte Seite zu Laszlo Klausz, der den Ball schön im Rückwärtslaufen in die Mitte köpft und dort steht der eingewechselte Uwe Wassmer und versenkt den Ball ungehindert per Kopf zum hochverdienten Ausgleich.

Fazit:

Endlich einmal wieder steht der SV Waldhof nach gut geführtem Spiel auswärts am Ende nicht mit leeren Händen, sprich ohne Punkte da. Die in Offenbach gezeigten guten Leistungen, vor allem im spielerischen Bereich, sollten dem Team nun soviel Selbstvertrauen geben, daß beim nun folgenden Auswärtsspiel, das wieder einem "Sechs-Punkte-Spiel" gleichkommt, endlich der erste "Dreier" auf fremdem Platz eingefahren werden kann. Zeit dafür, wär’s ja eigentlich...


 


 

   Aktuelles Ergebnis:

29.02.08

OL BW - 20. Spieltag

SVW - VfL Kirchheim
2:1

>> Statistik

   Nächstes Spiel:

06.03.08 - 19:30 Uhr

OL BW - 21. Spieltag

S. Kickers II - SVW

Tabelle
  Sp. Pkt.
01. Freiburg II 20 44
02. SV Waldhof 20 44
03. Heidenheim 19 39
04. Ulm 19 39
05. Walldorf 19 38
06. Villingen 19 34
07. Hoffenheim II 20 34
08. Crailsheim 19 32
09. Gmünd 20 31
10. Großaspach 20 28
11. Freiberg 20 25
12. Nöttingen 20 23
13. Bahlingen 20 16
14. Kirchheim 20 14
15. Linx 20 14
16. Schwieberdingen 20 13
17. VfR Mannheim 20 12
18. Schwieberdingen 19 10