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 SV Waldhof II

 Aktuelles Ergebnis:

<02.03.08>

LL - 20. Spieltag

FV Brühl - SVW II
1:3

>> Statistik
 
 

 
10.05.2000
SV Waldhof - Borussia Mönchengladbach 2:1
Aufstellung:

Todericiu, Ning, Santos, Pasieka, Rehm, Cissé, Montero, Vincze (90. Teber), 

Protzel, Vata (82. Balitsch), Licht (36. Klausz)
Zuschauer:
19.000
Tore:
0:1 Demo (51.)
1:1 Vincze (56. / Handelfmeter)
2:1 Vincze (76. / Handelfmeter)
Schiedsrichter:
Anklam (Hamburg)
Gelbe Karten:
Ning, Pasieka
Gelb-Rote Karte:
Rehm (79. / wiederholtes Foulspiel)
Besonderes Vorkommnis:
Schiedsrichter Anklam verweist Uwe Rapolder wegen Reklamierens auf die Tribüne (6.)
 

Kaum zu glauben, aber wahr. Auch der vor dem Spiel hoch gehandelte Aufstiegsanwärter aus Mönchengladbach, der zuvor in immerhin 19 (!) Partien in Folge ungeschlagen blieb, musste nach am Ende hochdramatischen 90 Minuten die Segel streichen, konnte, wie schon zuvor die Topteams aus Nürnberg, Cottbus, Köln und Bochum, die "Festung" Carl-Benz-Stadion nicht knacken. Der SV Waldhof ist sicherlich, leider nur was die Heimspiele anbelangt, der Favoritenschreck in dieser Saison der 2. Bundesliga.

Zum Spiel: Nach der Flut von Gegentoren in den letzten Spielen agierte diesmal endlich wieder von Beginn an Vilmar Santos auf seinem angestammten Platz in der Innenverteidigung. Für den verletzt fehlenden Mounir Boukadida nahm den Platz neben ihm Dariusz Pasieka ein, derweil Vilmos Sebök nur auf der Bank Platz nehmen durfte. Ein weiteres Indiz dafür, dass der Ungar in der kommenden Saison sicherlich nicht mehr das blau-schwarze Trikot überstreifen wird. Das Spiel, bei dem 19.000 Zuschauer (Saisonrekord) eine prächtige Kulisse bildeten, begann dann leider sogleich mit einem Eklat. Schiedsrichter Anklam, der bereits in den wenigen Minuten zuvor durch einige zweifelhafte Entscheidungen auf sich aufmerksam machte, entschied in der 6. Minute nach einem eher harmlosen Zweikampf zwischen Zhou Ning und dem Gladbacher Ketelaer auf Freistoß für die Gäste, was von Uwe Rapolder offensichtlich gegenüber dem Linienrichter entsprechend kommentiert wurde. Dies wiederum veranlasste Herrn Anklam, Rapolder auf die Tribüne zu verweisen, was dieser jedoch nicht hinnehmen wollte und hiergegen heftig protestierte. Erst der hinzugeeilte Dieter Dollmann schaffte es dann mit einiger Mühe, ihn zum verlassen des Platzes zu bewegen. Gerade in einem für beide Seiten so wichtigen Spiel, hätte man sich einen Schiedsrichter gewünscht, der auch nur den Ansatz von Fingerspitzengefühl besitzt und nicht durch solche "Aktionen" unnötig Unruhe und Hektik in eine Partie bringt. Das ein Trainer nach gerade mal gespielten 6 Minuten auf die Tribüne geschickt wird, habe ich persönlich in all den Jahren noch bei keinem Spiel erlebt. Vielleicht sollte der DFB künftig bei solchen Spielen die Schiedsrichteransetzungen einmal etwas genauer überdenken.

Nachdem sich die Gemüter dann wieder etwas beruhigt hatten, kam zunächst Gladbach, wie erwartet vorwiegend über die beiden Außenbahnen, besser ins Spiel, ohne jedoch zu nennenswerten Torchancen zu kommen. Auffallend beim SV Waldhof im Vergleich zu den letzten Spielen war vor allen Dingen, dass die Innenverteidigung, durch die Hereinnahme des bereits erwähnten Vilmar Santos, endlich wieder sicher agierte und viele gegnerische Angriffe bereits im Entstehen zunichte machte. Angesichts der souveränen Vorstellung des Brasilianers sollte es sich Uwe Rapolder besser zweimal überlegen, ob er ihn wirklich am Ende der Saison ziehen lässt, bzw. auf eine weitere Zusammenarbeit verzichtet. Einen Nachfolger mit ähnlichen Qualitäten zu verpflichten, dürfte das Transferbudget des SVW mit Sicherheit übersteigen! Zurück zum Spiel: Nach ca. 15 Minuten kam der SV Waldhof zusehends besser ins Spiel und startete seinerseits die ersten konstruktiven Angriffe in Richtung Gladbacher Tor. Die wohl beste Gelegenheit in dieser Halbzeit in Führung zu gehen, ergab sich dann in der 18. Minute durch den wieder einmal ungemein agilen und quirligen Fatmir Vata, der nach einem Doppelpass mit Sascha Licht mit einem Schuss aus ca. 8 Metern jedoch am Pfosten scheiterte. Im direkten Gegenzug traf dann der Gladbacher Ketelaer mit einem fulminanten Schuss aus ca. 16 Metern glücklicherweise nur die Latte. Bis auf einen Flachschuss von Lamine Cissé, der vom Gladbacher Keeper Uwe Kamps entschärft wurde, hatte diese Halbzeit dann jedoch leider keine Höhepunkte mehr zu bieten. Das Spiel beider Mannschaften verlagerte sich nun zusehends ins Mittelfeld und wurde von etlichen Fehlpässen auf beiden Seiten geprägt. Kam dann eines der beiden Teams einmal in die Nähe des gegnerischen Tores, so war spätestens an der Strafraumgrenze Endstation, was vor allen Dingen an den gut postierten Abwehrreihen auf beiden Seiten lag. So ging es letztendlich mit einem leistungsgerechten Unentschieden in die Halbzeitpause.

Auch zu Beginn der zweiten Spielhälfte war es zunächst Mönchengladbach, das die Initiative übernahm und den SV Waldhof, vor allem über die Außenbahnen immer wieder unter Druck setzte. Hauptsächlich Bernd Korzynietz, der von Rüdiger Rehm, dem wohl schlechtesten Spieler an diesem Tag in Reihen der Blau-Schwarzen, oftmals nicht zu halten war, sorgte mit seinen Flügelläufen immer wieder für Gefahr. So kam es dann, wie es kommen musste. Nachdem Rehm wieder einmal von besagtem Korzynietz überlaufen wurde, gibt dieser den Ball in die Mitte vor den Strafraum des SVW  zu seinem Teamkollegen Igor Demo und der trifft mit einem eher harmlosen Schuss mit dem Innenrist aus ca. 16 Metern zum 0:1. Leider kann man hier Marius Todericiu, der wie man so schön sagt "wie eine Bahnschranke fiel" nicht von einer gewissen Mitschuld freisprechen. So einen Ball muss ein Zweitliga-Keeper einfach halten! Aber sei es drum. Man sollte zwar keine Vorschußlorbeeren aussprechen, doch in der nächsten Saison wird mit Achim Hollerieth, der vor zwei Jahren zum besten Torwart der zweiten Liga gewählt wurde, ein Keeper im Tor des SV Waldhof stehen, der auch einmal in der Lage sein wird, ein Spiel durch seine Aktionen zu gewinnen!

Der SV Waldhof zeigte sich von diesem Rückstand keineswegs geschockt, agierte nun zusehends mutiger und besser nach vorne und kam nur 5 Minuten später zum verdienten Ausgleich durch einen von Ottó Vincze verwandelten Handelfmeter. Zuvor hatte der Gladbacher Brasilianer Marcelo Pletsch seine Qualitäten als Handballer bewiesen und nach einer Ecke von der rechten Seite den Ball vor dem hochsteigenden Laszlo Klausz, der kurz zuvor bereits mit einem Kopfball an Uwe Kamps gescheitert war, "geklärt". Die Qualität des Spiels nahm nun merklich zu und es entwickelte sich in den folgenden Minuten ein regelrechter Schlagabtausch beider Teams, von denen sich glücklicherweise keines mit einem Unentschieden zufrieden geben wollte. Weiterhin standen jedoch beide Abwehrreichen sicher, so dass es zu keinen nennenswerten Torchancen kam. Dann hatte jedoch in der 76. Minute mit Max Eberl ein weiterer Handballer in Reihen der Borussia seinen Auftritt. Nach einer Hereingabe von der rechten Seite klärt er im Strafraum vor Fatmir Vata eindeutig mit der Hand, was zwar wiederum Elfmeter für den SV Waldhof bedeutete, jedoch nicht einmal mit einer gelben Karte geahndet wurde! Wiederum Ottó Vincze verwandelte, wie bereits den ersten Strafstoß, sicher mit einem plazierten Schuss ins linke untere Eck. Bis zum Schlusspfiff entwickelte sich dann, vor allen Dingen nach der gelb-roten Karte für Rüdiger Rehm, der sicherlich schon vorher hätte ausgewechselt werden müssen, ein hochdramatisches Spiel. Gladbach warf zwar nun alles nach vorne, kam jedoch nicht zu einer Torchance. Anders der SV Waldhof, der durch Zhou Ning kurz vor Schluss beinahe noch auf 3:1 erhöht hätte, hätte nicht Uwe Kamps mit einer Glanzparade den Ball gerade noch zur Ecke geklärt.

Fazit:

Alle 5 Top-Mannschaften hat der SV Waldhof nun im eigenen Stadion in dieser Saison besiegt. Warum man jedoch nicht auch einmal auswärts zu solchen Glanzleistungen fähig ist, bleibt offenbar ein Rätsel. Wo könnte der SVW stehen, wenn anstatt dem einen mickrigen Auswärtssieg nur einer oder zwei mehr zu Buche stünden! Nun folgt der schwere Gang zum nächsten Auswärtsspiel nach Cottbus. Vielleicht kann das Team, nun im Wissen um den quasi sicheren Klassenerhalt, dort endlich auch einmal auswärts befreit aufspielen und die im C-B-S gezeigten guten Leistungen bestätigen.
 


 

   Aktuelles Ergebnis:

29.02.08

OL BW - 20. Spieltag

SVW - VfL Kirchheim
2:1

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   Nächstes Spiel:

06.03.08 - 19:30 Uhr

OL BW - 21. Spieltag

S. Kickers II - SVW

Tabelle
  Sp. Pkt.
01. Freiburg II 20 44
02. SV Waldhof 20 44
03. Heidenheim 19 39
04. Ulm 19 39
05. Walldorf 19 38
06. Villingen 19 34
07. Hoffenheim II 20 34
08. Crailsheim 19 32
09. Gmünd 20 31
10. Großaspach 20 28
11. Freiberg 20 25
12. Nöttingen 20 23
13. Bahlingen 20 16
14. Kirchheim 20 14
15. Linx 20 14
16. Schwieberdingen 20 13
17. VfR Mannheim 20 12
18. Schwieberdingen 19 10