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Das war wohl nichts. Der SV Waldhof verliert verdient gegen die
Amateure des VfB Stuttgart, und zeigt eine der schlechtesten Leistungen in dieser Saison.
Die erste Überraschung für die Zuschauer hatte Trainer Uwe
Rapolder schon in der Startaufstellung "eingeplant". Alle hatten erwartet, das
die in den letzten beiden Spielen siegreiche Elf für den SVW von Beginn an spielen
würde. Doch Trainer Rapolder hatte scheinbar einen ganz besonderen Plan, um die
Stuttgarter zu schlagen, und nahm Vukcevic und Birlik aus der Mannschaft. Für sie
rückten Guido Hoffmann (!) und Jockel Kirsten ins Team. Vor allem bei Guido Hoffmann
musste
man sich fragen, was ein Spieler, der in dieser Saison gerade mal 9 Spiele (davon viermal
eingewechselt) für den SV Waldhof bestritten hatte, in der Startaufstellung zu suchen hat.
Das ist scheinbar, das hochgelobte "Rotationsprinzip" das Uwe Rapolder jetzt
verstärkt praktizieren will. Kommen wir jedoch zum Spiel. Der SVW begann, wie auch in den
letzten Heimspielen, mit nur einer echten Sturmspitze. Von Beginn merkte man den Gästen
an, das sie nicht zu Unrecht die stärkste Auswärtsmannschaft der RL Süd sind.
Ballsicher und taktisch geschickt gestaffelt blockten sie die Angriffe des SVW meist ohne
große Probleme ab. Der SV Waldhof hingegen schien im Vergleich zu den letzten Spielen
teilweise wie ausgewechselt. Viele Unsicherheiten in der Defensive, und ein praktisch
nicht vorhandenes Mittelfeld (wo war Hoffmann?) brachten den SVW immer wieder in
Bedrängnis. Die erste Chance hatte dennoch der SV Waldhof. Jockel Kirsten legte den Ball
mustergültig nach einem Pass von Yahaya Mallam auf Zhou Ning ab, doch dieser legte sich
die Kugel zu weit vor, so dass der Keeper der Gäste diese ohne Probleme aufnehmen konnte.
Vor allem das Flügelspiel des SVW ließ den interessierten Fan immer wieder verzweifeln.
Gerade der auf der linken Außenbahn agierende Guido Hoffmann, zeigte einmal mehr, das er
im Team des SV Waldhof nichts mehr verloren hat. Kraftlos und ohne Ideen spielte er sein
"Pensum runter". Und schon nach 30 Minuten zeigten sich bei ihm große
Konditionsmängel. Und so wurden die Flanken von beiden Seiten unkontrolliert in den
"16er" der Gäste 'gedroschen'. In der 20. Spielminute fiel dann das
erhoffte 1:0 für den SVW. Nach einer Flanke von Lamine Cissé trat Guido Hoffmann über
den Ball, der dann den Weg zum freistehenden Yahaya Mallam fand. Dieser konnte das Leder
unbedrängt aus ca. 7m Entfernung im Tor der Gäste unterbringen. Nach dem 1:0 schien es
zunächst so, als ob der SV Waldhof das Spiel nun doch noch in den Griff bekommen würde.
In dieser Phase vergab Hoffmann noch die größte Chance, als er freistehend am
16-Meter-Raum der Gäste einen Traumpass von Werner Protzel "vertändelte". Kurze
Zeit später übernahmen die Gäste aus Stuttgart mehr und mehr die Initiative, konnte
aber ihre optische Überlegenheit (noch) nicht ausnutzen. So gingen beide Mannschaften in
die Halbzeitpause.
Trainer Rapolder reagierte abermals bereits in der Pause, und
brachte Milenko Vukcevic für Guido Hoffmann, den man getrost als Totalausfall bezeichnen
konnte. Doch wer jetzt glaubte, der SVW würde das Spiel mit der 1:0 Führung im Rücken
unter Kontrolle bekommen, der wurde schwer enttäuscht. Von Beginn der zweiten Hälfte an,
nahmen die Stuttgarter das "Heft in die Hand". Trotzdem war es wieder der SV
Waldhof, der die erste Torchance hatte, als Jockel Kirsten mit einer Volleyabnahme am
Keeper der Gäste scheiterte. Von nun an spielten jedoch nur noch die Amateure aus
Stuttgart. Uwe Rapolder reagierte erneut und brachte Ernst für Zhou Ning, und Atilla
Birlik für Jockel Kirsten. Die Gäste machten nun immer mehr Druck, und kamen folgerichtig
zu ihrer ersten großen Torchance in der zweiten Hälfte. Nach einer maßgeschneiderten
Flanke scheiterte der freistehende Aybar mit einem Kopfball aus 8m Entfernung an
Waldhof-Keeper Todericiu. In der 64. Spielminute fiel dann der 1:1 Ausgleich. Roberto
Pinto überlief Rüdiger Rehm, und passte den Ball zum freistehenden Schmiedel, der das
Leder unbedrängt im Tor des SVW unterbrachte. Nach dem Ausgleichstreffer verlor der SVW
dann endgültig die Linie. Die Gäste hingegen witterten ihre Chance, und machten
weiterhin Druck auf das Waldhöfer Tor. Der SV Waldhof verstand es in dieser Phase nicht,
die zahlreichen Konterchancen zu nutzen. Und so kam es, wie es kommen musste. Nach einem
der zahlreichen Pässe in den 16er des SV Waldhof, riss Marcio Borges den
Stuttgarter
Frommer um, und Hosny verwandelte den darauf folgenden Strafstoß in der 77. Minute sicher
zum 2:1 für die Gäste. In der verbleibenden Spielzeit raffte sich der SV Waldhof ein
letztes Mal auf, und belagerte das Tor der Gäste, und jedoch zu einer 100% Torchance zu
kommen.
Man kann sich die Steine auch selbst in die Weg legen. Dies
musste
Trainer Uwe Rapolder erneut feststellen, als er mit Hoffmann und Kirsten gleich zwei
formschache Spieler in die "erste Elf" stellte. Es stellt sich die Frage, warum
er das zuletzt sehr erfolgreiche Team einfach auseinanderriß. Das Rotationsprinzip, das
der FC Bayern in der Bundesliga geradezu perfektioniert hat, kann beim SV Waldhof so
sicherlich nicht zum Einsatz kommen. Aus Fehlern wird man ja aber bekanntlich klug, und
vielleicht sehen wir schon am Freitag in Fulda wieder einen SV Waldhof in Bestbesetzung.
In Fulda ist allerdings mindestens ein Unentschieden, wenn nicht sogar ein Sieg Pflicht!
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